Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie

Für Gerhard Tebrügge ging es direkt aufs Pferd

Ein halbes Jahrhundert für den Südlohner Bauernschützenverein

Südlohn. Seit 50 Jahren engagiert Gerhard Tebrügge sich im Allgemeinen Bauernschützenverein. Er hatte viele Posten inne, aber eines fehlt dem Jubilar noch.

Ein halbes Jahrhundert für den Südlohner Bauernschützenverein

Am Bau der mobilen Vogelstange war Jubilar Gerhard Tebrügge (v.) maßgeblich beteiligt. Zu 50 Jahren Engagement im Allgemeinen Bauernschützenverein gratulieren (v.l.): Bernhard Claushues (Webmaster Schützenverein), Ehefrau Maria Tebrügge, Norbert Steinhoff (2. Vorsitzender), Enkelin Ida und Klemens Wedding (Präsident). Foto: Robert Wojtasik

Es kommt nicht allzu oft vor, dass jemand direkt nach dem Eintritt in einen Schützenverein ein bedeutendes Amt im selbigen übernimmt. Für Gerhard Tebrügge, 71, ging es 1968 als Neumitglied des Allgemeinen Bauernschützenvereins Südlohn aber sofort aufs Pferd – als Adjutant des Majors, weil der ursprünglich für diesen Posten vorgesehene Kandidat es nicht so mit den Tieren hatte. Beim diesjährigen Schützenfest wird Gerhard Tebrügge nun für 50 Jahre Engagement im Verein geehrt.

Der Südlohner war außerdem Major in Vertretung und gewählter Major. 2003 wechselte er in den Vorstand und ist seither Hooksbetreuer für die Nachbarschaft Venn. „50 Jahre im Dienste des Vorstands und des Offizierskorps – das hat bei uns noch niemand geschafft“, sagt Vereinspräsident Klemens Wedding.

Leidenschaftlicher Tüftler

„Ich hatte damals keine großartigen Hobbys und eigentlich auch für nichts anderes Zeit“, erinnert sich Gerhard Tebrügge. Als Fahrer eines Viehtransporters sei er viel unterwegs gewesen. Ehefrau Maria Tebrügge kennt ihren Mann gar nicht anders: „Seit wir uns kennen, hat er immer irgendeinen Posten gehabt.“

Heute ist der Jubilar Landwirt im Ruhestand und bastelt in seiner Scheune gerne an alten Maschinen. „Er ist ein Tüftler und hat da einfach ein Händchen für“, sagt Klemens Wedding. Von diesem Tüftler-Händchen profitiert auch der Verein. Am Bau des mobilen Kugelfangs der Bauernschützen war Gerhard Tebrügge Mitte der 90er maßgeblich beteiligt. Um die Wartung der Anlage kümmert er sich bis heute. Der Verein verleiht den Kugelfang regelmäßig an andere Schützenvereine. „Durch den Bau sind der St.-Vitus-Schützenverein und wir ziemlich zusammengerückt“, so Gerhard Tebrügge.

Die Begeisterung für das Schützenwesen hat sich auch auf den Nachwuchs übertragen. Gerhard Tebrügges Sohn war schon König, die drei Töchter allesamt Königinnen. Er selbst hat die Königswürde bislang noch nicht errungen, lediglich „ein paar Mal den vorletzten Schuss gesetzt“. Am Freitag will er es noch mal versuchen.

Anzeige
Anzeige