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Energie für die Zukunft

Südlohn Das Klima schützen und die Finanzen im Gemeindesäckel aufbessern? Solarthermie und Photovoltaik heißen die Zauberworte, die das Erstrebenswerte mit dem Nützlichen verbinden sollen, wenn es nach dem Willen von Bündnis 90/Die Grünen in Südlohn geht.

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In einer Anregung schlug der Ortsverband in der vergangenen Ratssitzung vor, die Gemeindeverwaltung solle prüfen, ob regenerative Energien auf gemeindeeigenen Gebäuden wie dem Rathaus, der Roncalli-Hauptschule, der Jakobi-Halle oder der von-Galen-Grundschule Sinn machen. Bereits vor knapp zwei Jahren war das Anliegen im Rat vorgebracht, aber abgelehnt worden. Nun stehe das Thema auf der Agenda aller politischen Gremien - von der Bundepolitik bis zum Kreistag. Verschiedene Alternativen seien denkbar: Ob die Gemeinde die Anlagen selbstständig betreibe, die Dachflächen an Investoren oder auch interessierte Bürger vermiete, sei offen.

Zustimmung

Dem Prüfantrag stimmten die verschiedenen Fraktionen im Rat - bei einer Enthaltung der CDU - zu, obgleich Bauamtsleiter Dirk Vahlmann Bedenken äußerte. Denn es gelte mehrere Faktoren zu berücksichtigen, bevor an eine Inbetriebnahme zu denken sei, konstatierte Vahlmann. Der unbestreitbar positiven Tatsache der CO2-Verringerung stünden wirtschaftliche und bauliche Aspekte gegenüber. Zwar würden die Anlagen staatlich gefördert. Doch die "investiven Kosten" seien insbesondere bei Flachdächern hoch, da die Elemente in einer bestimmten Neigung angebracht werden müssten. "Unwirtschaftlich", so seine Prognose. Zu bedenken seien auch statische Probleme. Ein zusätzliches Gewicht auf Flachbauten stelle immer ein Risiko dar. Statische Berechnungen hätten ergeben, dass ein Trapezblech - wie das der Jakobi-Halle in Oeding - keine zusätzlichen Lasten trage. Eine Unterkonstruktion müsste zunächst auf die Binder aufgebracht werden. Ein Aufwand, der sich nach Ansicht Vahlmanns nicht rechnet. Denn der zu erwarten de Gewinn nach 20 Jahren sei "minimal".

Südliche Lage

Als wirtschaftlicher könnte es sich - wegen der südlichen Lage - erweisen, einen Nebentrakt der Oedinger Grundschule zu nutzen. Eine Frage, die allerdings vorher zu klären sei: Halten die Dachpfannen 25 Jahre oder müsste das Dach vorher saniert werden? Josef Schleif (Grüne) plädierte dafür, zunächst Zahlen und Fakten zu sammeln und auszuwerten und dann zu entscheiden. Die UWG unterstützte die Anregung als "positiv". "Es handelt sich um eine Zukunfts-Energie, die sich entwickelt", gab Jörg Battefeld zu bedenken. Baulich gebe es Lösungen wie integrierte Module. Eine Anlage rechne sich früher als jetzt gedacht.

Beherzigt werden soll auch ein Tipp von Alois Kahmen (CDU): In Anspruch nehmen will die Verwaltung bei ihrem Prüfauftrag jetzt die Unterstützung der Energieberatung Wuppertal. kh

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