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Für die Kunst in die Neue Welt

Südlohn/Rheine Nicht gerade wenige Kilometer trennen die Künstlerin Daniela Schlüter von ihrem Geburtsort Südlohn und ihrem Lebens- und Wirkungsort New York.

Vor hundert Jahren suchten die Auswanderer aus dem Münsterland das bessere Leben in der Neuen Welt. Schlüter trieb allein die Kunst nach Amerika. Die Basis legte sie noch in der Alten Welt. Als ausgebildete Keramikerin studierte sie Grafikdesign, Illustration und Druckgrafik an der Ruhrakademie in Schwerte, der Fachhochschule in Münster und an der Concordia University in Montreal.

2004 schloss Schlüter in Montreal mit dem Master of Fine Arts ab, vergleichbar dem Meisterschüler an Kunstakademien in Deutschland. Montreal bot ihr nicht nur Auslandserfahrung, sondern auch die Möglichkeit, neben dem Studium eine Assistenzstelle anzunehmen. Anders als in Deutschland werde dort nicht auf das Alter geachtet, sondern nur auf das Können, betont die junge Künstlerin. Studenten unterschiedlichen Alters lernten, arbeiteten und lehrten dort so wie sie. Und noch ein Punkt zog sie nach Montreal: "Die Kanadier und die Amerikaner sind erstaunlich aktiv in der Druckgraphik."

Austellung in Rheine

Wie aktiv sie sind, bewies die Ausstellung "Encounter" der Druckvereinigung Bentlage im Kloster Bentlage in Rheine im Frühjahr 2007. Schlüter war nicht nur Vermittlerin der Ausstellung, sondern auch eine der 13 ausstellenden Künstler. Zusammen mit Ann Aspinwall, einer Kollegin aus New York, leitete sie außerdem einen Druckgrafik-Workshop in der Druckwerkstatt des Klosters.

Erst vor wenigen Tagen beendete Schlüter einen weiteren Workshop gemeinsam mit Gintare Skroblies für Kunsterzieher in Bentlage. Preise, Stipendien und viele Ausstellungen säumen ihren Weg. Neben dem Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft in Münster und dem des Deutschen Akademischen Austauschdienstes erhielt sie mehrere Preise und Stipendien in Montreal. Die Ausstellungen führten die Künstlerin nach Deutschland, Österreich, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Kanada und in die USA.

Professur in New York

Ein weiterer wichtiger Schritt war der Umzug von Montreal nach New York nach dem Ende Studium, wo sie eine Assistenzprofessur an der Kunstakademie erhielt. Im Wintersemester 2004 trat sie diese Stelle an. Nach ihrer Rückkehr im September wird die junge Frau eine volle Professur für Kunst und Design in New York antreten, verrät sie schon jetzt. Trotz ihrer internationalen Erfahrungen und Erfolge ist sich Schlüter ihrer Wurzeln bewusst. Und die liegen in Südlohn, wo sie ebenfalls arbeitet und so oft wie möglich ihre Familie und ihre Freunde besucht. emk

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