Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Gezielte Hilfe fruchtet

Südlohn "Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe", bringt der ghanaische Gast Joseph Awimboora kaum über seine Lippen, da erntet er schon heiteres Raunen und Applaus des am Samstagnachmittag in der Altentagesstätte versammelten Aktionskreises Ghana von St. Vitus Südlohn.

Diese sprachliche Geste, einer hochachtungsvollen Verbeugung gleich, erzeugt wiederum Respekt für den Schwarzafrikaner. So ist der Satz in der Muttersprache der deutschen Helfer ein Ausdruck tiefer Dankbarkeit und Freude über die Chance, die die Südlohner ihm und 1368 seiner Landsleute durch Spenden und ihr Engagement bisher gegeben haben. Seit über zehn Jahren bildet diese Hilfe das finanzielle Rückgrat des Straßenkinderhauses Don-Bosco-Boys-Home im ghanaischen Sunyani.

"Was mir immer gesagt wurde, war: 'Ich muss wissen, was auf dem Konto von Sankt Vitus ist'", weiß Referent Bruder Lothar Wagner aus seiner Zeit als Leiter um die entscheidende Bedeutung des Spendenfonds für die Projektrealisierung. Gleichzeitig betont er, dass die Gelder mit minimalem Verwaltungsaufwand "reibungslos und zu hundert Prozent direkt vor Ort" eingesetzt werden. Mitinitiator Pater Georg Demming koordiniert als Direktor von Bonn aus diese Entwicklungshilfe der Missionsprokur der Salesianer Don Boscos nach dem Kredo "Hilfe zur Selbsthilfe" und nicht per "Gießkannenprinzip", sondern "gezielt".

Generation Hoffnung

Weit über 100 000 Euro flossen so in Bildungsarbeit und "individuelle ganzheitliche Betreuung" von besonders Not leidenden Straßenkindern. Lebender Beweis und bestes Beispiel ist der mitgereiste Joseph Awimboora: 1984 geboren, musste er als gerade Zwölfjähriger von seiner armen nördlichen Heimat allein gen Süden ziehen, um als ältester Sohn die vaterlose Familie zu versorgen. Auch noch während seiner Schulzeit, ab 14 Jahren, verdingte er sich als Lastenträger.

Und trotz dieser Belastung zeigte Awimbooraschon damals seine hohe Begabung, die ein einheimischer Geistlicher (Katechist) rechtzeitig erkannte und förderte. Heute studiert er Betriebswissenschaften an der Catholic University Ghana. Bruder Lothar Wagner: " Joseph Awimboora gehört zu den ersten einer Generation von mittlerweile neun Studenten, in die alle Hoffnungen für die zukünftige Entwicklungsarbeit gesetzt werden." tke

Der Aktionskreis bittet für seine nächste Verlosungsaktion auf dem Wiegboldfest am 9. September um geeignete Sachspenden. Diese können im Henricus-Stift abgegeben werden. Ebenso willkommen sind Geldspenden, die bei der Volksbank Südlohn überwiesen werden können.

Anzeige
Anzeige