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Wirtschaftswege können von Rad-Route profitieren

Hoffen auf Geld vom Land

Südlohn Die Sanierung der Wirtschaftswege taucht als Thema immer wieder auf der Tagesordnung der Lokalpolitiker auf. Jetzt besteht die Chance, dass die Gemeinde für drei Wegstücke eine hohe Förderung erhält.

Hoffen auf Geld vom Land

Für die Sanierung von Wegstücken der „100-Schlösser-Route“ gibt es demnächst Fördermittel. Die Gemeinde will für drei Wegstücke Landesmittel beantragen und marode Streckenabschnitte sanieren. Foto: Markus Gehring

Die „100-Schlösser-Route“, dasist laut Münsterland Touristik „die Königin unter den deutschen Radrouten“, führt auch durch die Gemeinde Südlohn. Und genau das ist für die Gemeinde gerade eine gute Chance, Fördermittel für die Verbesserung der Wege-Infrastruktur entlang dieser Route zu bekommen. In Südlohn führt die Route über Wirtschaftswege, etwa den Ottenstapler Weg. Das Land hat jetzt ein Förderprogramm aufgestellt, bei dem die Kommunen an der 100-Schlösser-Route Fördermittel für die Wegesanierung beantragen können.

80-Prozent-Förderung

„80 Prozent Förderung ist eine Menge Geld“, meinte Bauamtsleiter Dirk Vahlmann in der jüngsten Bauausschusssitzung, als er den Kommunalpolitikern das Förderprogramm für die beliebte Radfahrroute vorstellte. Demnach ist angestrebt, „ausreichende“ und „mangelhafte“ Trassenbereiche der 100-Schlösser-Route aufzuwerten, um den Standard der Route insgesamt zu sichern.

Damit das funktioniert, wurden die Kommunen an der Route aufgefordert, auf Basis ihrer Ortskenntnisse Bedarfsmeldungen mit Kostenermittlung beim Kreis Borken einzureichen. Das soll jetzt auch von der Gemeinde Südlohn passieren. Der Bauausschuss hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, drei Wege für eine mögliche Förderung anzumelden.

Auf einem Stück von 925 Metern ist das der Ottenstapler Weg. Errechnete Sanierungskosten rund 90.000 Euro. Im Venn sind es zwei jeweils etwa 600 Meter lange Wegestücke. Dafür hat die Verwaltung zusammen 108.000 Euro Sanierungskosten ermittelt.

Der Kreis werde die Bedarfsmeldungen der Kommune prüfen, frühestens im März oder April können sie gestellt werden. Eine Förderung der Sanierungsmaßnahmen soll dann in den Jahren 2019 und 2020 erfolgen.

Bauamtsleiter Dirk Vahlmann hat gerechnet: Bei Gesamtkosten von 198.000 Euro würde der Gemeinde, sofern alle drei Wege in den Fördertopf kommen, ein Anteil von nur noch 39.600 Euro bleiben. Die Förderung der Wegesanierung durch das Land NRW wäre für die Kommune ein begrüßenswerter Synergieeffekt, da die Wege ohnehin im Sanierungsprogramm des Wirtschaftswegekonzeptes stehen.

In den Haushalt 2019

Entsprechend empfiehlt der Bau- und Planungsausschuss dem Gemeinderat, die drei Wege in das kommunale Sanierungsprogramm für Wirtschaftswege aufzunehmen und entsprechende Haushaltsmittel in den Haushaltsentwurf 2019 bereitzustellen. Das wäre bei einer Mittelbewilligung Voraussetzung dafür, dass die Wege bei der Zusage von Landesmitteln auch saniert werden können.

Auf einer Länge von rund 960 Kilometern bewegt sich die „100-Schlösser-Route“ durch das Münsterland.

Die Route verbindet über 100 Schlösser, Burgen, Herrensitze und Gräftenhöfe in der Region miteinander.

Abseits der verkehrsreichen Straßen führt die Route durch die grüne Parklandschaft des Münsterlandes. Wiesen, Weiden und Wallhecken bestimmen das Bild dieser eher flachen Landschaft.

Mittendrin liegen die wahren Schätze des Münsterlandes: Schlösser und Burgen mit ihren imposanten Schlossgärten und Parkanlagen künden von ehemals hochherrschaftlichen Zeiten, wirbt Münsterland Tourismus.

Eine Radtour auf der 100 Schlösser Route sei immer auch eine Zeitreise durch die Geschichte und der Baukultur im Münsterland. Jede Epoche habe ihre Spuren hinterlassen.

Radler können auf vier Routen auf der 100-Schlösser-Route fahren.

Weitere Infos im Internet.
http://bit.ly/2owmsUG

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