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Im Blindflug durch ein Labyrinth

Feuerwehr Südlohn übt im Abrisshaus

45 Feuerwehrleute proben in einem Abrisshaus den Ernstfall. Erstmals ist auch der neue Einsatzleitwagen dabei. Ein schweißtreibender Donnerstagabend.

Südlohn

von Stephan Teine

, 15.06.2018
Im Blindflug durch ein Labyrinth

Die geringe Sicht im Gebäude hat die Arbeiten erschwert. Laut Szenario war die Treppe bereits verbrannt, sodass die Feuerwehr über Leiter und Teleskopmast in die oberen Stockwerke vordringen musste. © Stephan Teine

Alarm in Südlohn: Es ist Donnerstagabend, kurz nach 19 Uhr, als das erste Feuerwehrauto die Eschstraße hinaufkommt. Das alte, weiße Haus mit der Nummer 14 liegt ruhig da. Die meisten Rollläden sind geschlossen. Dass im Inneren mehrere Nebelmaschinen laufen und sechs Mitglieder der Jugendfeuerwehr Südlohn auf ihren großen Einsatz warten, ist nicht zu erahnen. Ein paar Nachbarn haben sich auf dem gegenüberliegenden Parkplatz versammelt. Das Szenario dieser Übung ist eine Herausforderung: Sechs Vermisste, ein sehr verwinkeltes, unbekanntes, mehrstöckiges Gebäude, viel Qualm.

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Eindrücke von der Übung

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Südlohn und Stadtlohn haben gemeinsam die Menschenrettung in einem Mehrfamilienhaus geübt.
15.06.2018
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Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Programm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Programm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Menschenrettung und die Kommunikation untereinander stand auf dem Übungsprogramm. Um in die oberen Stockwerke zu gelangen, wurden der Teleskopmast der Stadtlohner Feuerwehr und Steckleitern genutzt. © Stephan Teine
Wenige Augenblicke vergehen, die das Bild auf der Eschstraße komplett verändern: Acht Feuerwehrfahrzeuge drängen sich auf wenigen hundert Metern Straße. Schläuche führen scheinbar wahllos durcheinander von Hydranten zu Fahrzeugen und durch die Eingangstür in das Gebäude. Mehrere Angriffstrupps sind in dem verwinkelten Haus bereits unterwegs und suchen nach Verletzten. Das Haus gleicht einem Labyrinth. Überall zweigen Flure oder neue Räume ab. An den Wänden entlang tasten sich die Feuerwehrleute vorwärts. Der Nebel macht alles noch schlimmer: Er nimmt jede Sicht. Die sprichwörtliche Hand vor Augen ist nicht zu erkennen.

Mit Gewalt durch die geschlossene Tür

Um die oberen Stockwerke zu erreichen, baut der Stadtlohner Löschzug vor der Tür gerade seinen Teleskopmast auf. Denn laut Übungsplan steht die Treppe in Flammen. Mit dem Korb wollen die Feuerwehrleute die oberen Fenster erreichen. Per Steckleiter hat sich ein anderer Trupp das Fenster auf dem Hof vorgenommen. Ein Feuerwehrmann schlägt mit der Axt beherzt zu. Es klirrt, Glassplitter ergießen sich über den Kameraden, der unten gerade die Leiter hält. Ein weiterer Angriffstrupp rückt vor. Oben sind hinter einer verschlossenen Tür Hilferufe zu hören. Schwer atmend unter ihren Masken nehmen sich zwei Feuerwehrleute mit Axt und blanker Gewalt die Tür vor. Es dauert eine Weile, bis sie endlich nachgibt und die beiden „Verletzten“ in Sicherheit gebracht werden können.

Bis unter den Dachfirst kämpfen sich die einzelnen Trupps vor. Jeden Raum, jeden Winkel durchsuchen sie. Zum Teil kriechend, denn so nah am Boden ist die Sicht noch am besten. Aus zig Funkgeräten knarzen Kommandos. Erkundung, Personensuche und -rettung, Brandbekämpfung – alles läuft gleichzeitig. Die Fäden laufen am neuen Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Südlohn zusammen. Nach einer knappen Stunde knackt es in den Funkgeräten: „Übung beendet.“ Die Feuerwehrleute packen die Ausrüstung zusammen. Die Gesichter vor Anstrengung tiefrot angelaufen.

Zufriedener Löschzugführer

Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Südlohn Hendrik Tenk wischt sich den Schweiß von der Stirn. Er sieht zufrieden aus. „Klar, besser werden können wir immer“, gibt er zu. Aber insgesamt sei die Übung sehr gut gelaufen. Es hätte hier und da etwas schneller gehen können. Und auch die Schläuche hätten ordentlicher ausgerollt werden können. „Zwischendurch sah es etwas wüst aus“, räumt er selbstkritisch ein. Aber genau dafür ist so eine Übung ja da: ausprobieren, Abläufe proben und verbessern. Auch der neue Einsatzleitwagen kommt zum ersten Mal zum Einsatz: Seine Funk- und Computertechnik soll in Zukunft bei der Koordination zwischen den einzelnen Löschzügen und Trupps helfen. Auch das muss noch geübt werden.

Hendrik Tenk: „In so einem abrissreifen Haus zu proben, ist für uns natürlich Gold wert.“ Schließlich ist es für die Feuerwehrleute etwas ganz anderes, eine Tür einmal tatsächlich einzutreten, als sie nur vorsichtig zu öffnen. Und genau damit hatten einige tatsächlich ein Problem: „Deswegen ist so eine Übung auch gut, um Hemmungen abzubauen“, so der Löschzugführer.