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Mehr Geld für Müll

Südlohn Tiefer in die Tasche greifen müssen die Bürger im neuen Jahr für die Entsorgung ihres Hausmülls. Dies gilt sowohl für Abfall, der in die Restmülltonne wandert, als auch für Müll, der in der Biotonne landet.

Mehr Geld für Müll

<p>Höhere Gebühren für Restmüll und Biomüll müssen die Bürger im neuen Jahr in Kauf nehmen. Herbers</p>

Rund 172 Euro und somit knapp 5,50 Euro mehr als im Vorjahr muss ein Vier-Personen-Haushalt mit einer 90-Liter-Restmüll-, 120-Liter-Biomüll und einer Papiertonne zahlen, erfuhren jüngst die Mitglieder des Gemeinderates. Der Grund: Leicht gestiegene Abfuhrkosten, höhere Fixkosten und weniger Einnahmen bei der Papierverwertung führten dazu, dass sich der Gebührenbedarf um rund 15 000 Euro erhöhe - davon allein 10 000 Euro im Bereich der Grundgebühr, die von derzeit 18,60 Euro um 5,04 Euro auf 23,64 Euro steigt. Insgesamt hat die Gemeinde rund 509 000 Euro an Kosten (2007: 506 000 Euro) für 2008 eingeplant. Anders als in den Vorjahren soll die Rücklage, die bei rund 10 000 Euro liegt, unangetastet bleiben. "Eine moderate Gebührenerhöhung ist sinnvoll, damit nicht im übernächsten Jahr, wenn eventuell wieder Erhöhungen im Bereich der Deponiegebühren entstehen, eine sprunghafte Gebührenerhöhung erfolgen muss", heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Eigenkompostierer sind nach wie vor im Vorteil. Bei Haushalten ohne Biotonne ergeben sich Kosten in Höhe von 107,04 Euro gegenüber 103,44 Euro im Vorjahr. Der Gebührenabschlag für sie liegt unverändert bei 38 Prozent. Zurzeit machen 117 Haushalte im Innenbereich hiervon Gebrauch. "Die Gebührenschraube dreht sich weiter", meinte Alfons Sievers (UWG) und kritisierte in diesem Zusammenhang die "unzulässige Berechnung des Kreises". Bedauern über die Gebührenerhöhung und die fehlende Gebührentransparenz des Kreises äußerten auch Josef Schleif (Grüne) und Alois Kahmen (CDU). Er könne sich vorstellen, dass das Abfallentsorgungskonzept bald in Gänze auf den Prüfstand gestellt werde, meinte Kahmen. Die geplante Erhöhung der Gebühren für Abfallsäcke von 3,50 Euro auf 4 Euro blieb zwar aus, da diese häufig von Familien mit kleinen Kindern oder Pflegefällen genutzt würden. Ansonsten stimmte der Rat der neuen Gebührenordnung bei acht Enthaltungen zu. kh

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