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Reitverein muss auf Finanzspritze warten

Noch keine Zusage für Zuschuss zum Stall

Südlohn Der Reit- und Fahrverein hat sich einiges vorgenommen. Ob er für die größte anstehende Investition mit einem Zuschuss der Gemeinde rechnen kann, ist allerdings noch nicht entschieden.

Noch keine Zusage für Zuschuss zum Stall

Ein Blick aus der Luft auf die Anlagen des Reit- und Fahrvereins Südlohn-Oeding: Dort sollen die Stallanlage (vorn im Bild) umgebaut und ergänzt werden. Die Frage eines Zuschusses der Gemeinde ist noch nicht entschieden. Foto: Bernd Schlusemann

Die Gemeinde Südlohn unterstützt den Reit- und Fahrverein Südlohn-Oeding: Der Kultur- und Sportausschuss hat grünes Licht gegeben für zwei Zuschüsse. Die Politiker sehen in einem dritten Punkt aber noch Klärungsbedarf.

Dabei geht es um die Sanierung der Stallanlage. Weil dort auch Boxen vermietet werden, war die Frage einer gewerblichen Nutzung aufgekommen. „Ich habe kein Problem mit dem Zuschuss, wenn der Verein nachweist, dass er nicht umsatzsteuerpflichtig ist“, sagte Joachim Musholt (SPD). Worauf das abzielte: In der Gemeinde gibt es neben dem Reit- und Fahrverein auch private Anbieter. Deshalb soll es in diesem Punkt keine Ungleichbehandlung geben. Bleibe der Verein mit den entsprechenden Einnahmen unterhalb der Umsatzsteuerpflicht, könne auch ein Zuschuss fließen, so der Standpunkt Musholts, den auch andere Mitglieder des Ausschusses teilten. Bürgermeister Christian Vedder sagte, er gehe davon aus, dass der Verein eine entsprechende Bescheinigung rasch vorlegen könne.

CDU fordert konkrete Informationen

In der Abstimmung durchsetzen konnte sich der Vorschlag Musholts jedoch nicht: Die CDU sprach sich dagegen aus. Es liege dazu noch nichts Konkretes vor, so Maria Bone-Hedwig (CDU): Damit blieb der Zuschussantrag in diesem Punkt noch ohne Zusage.

Hintergrund: Der Reit- und Fahrverein will die Pferdeboxen vergrößern. Die Boxen wurden Anfang der 1980er- Jahre erstellt. In seinem Antrag erläutert der Verein, dass mit der Vermietung keine Absicht zur Erzielung eines Gewinns verbunden sei. 40 Pferde sind beim Reit- und Fahrverein eingestellt – neben sieben vereinseigenen noch 22 von Kindern und Jugendlichen sowie elf von Familien beziehungsweise Erwachsenen.

Platz für 40 Pferde

Vorgesehen ist nun, die Boxenanlagen aus Altersgründen vollständig zu renovieren. Der Verein möchte dabei die Möglichkeit für das Unterbringen von 40 Pferden weiterhin erhalten. Deshalb reiche angesichts des neuen Maßes für die Boxen ein Umbau des Bestands nicht aus. Daher ist geplant, einen zusätzlichen Trakt mit Boxen und Möglichkeiten zur Lagerung zu schaffen. Der Verein geht unter dem Strich von einem Investitionsvolumen von 250.000 Euro aus. Wenn die Finanzierung bis Ende dieses Jahres stehe, könne in den Jahren 2019 und 2020 der Umbau erfolgen.

Zwei andere Zuschussanträge gingen im Gegensatz zum Thema Stallanlagen ohne Probleme durch: Angelehnt an die Empfehlung des Gemeindesportverbands soll für den Austausch des Bodens in den Hallen zwei und drei ein Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der Gesamtkosten fließen, die der Verein mit 15.000 Euro kalkuliert. Den Erwerb eines neuen Voltigierpferds soll die Gemeinde mit einem zehnprozentigen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro fördern. Die letzte Entscheidung über die Zuschüsse liegt nun beim Rat.

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