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Nangina-Projekt

Senioren spenden gebrauchte Brillen

OEDING. Auf den Gedanken, dass es auf der Welt einen immensen Bedarf an gebrauchten Brillen gibt, kommt man auch nicht so ohne weiteres. Und doch engagieren sich seit Jahren schon die Mitglieder der Wittener Nangina-Gruppe im Rahmen des internationalen Projekts „Brillen weltweit“ dafür, den Menschen in der sogenannten Dritten Welt mit ausgedienten Brillen wieder zu mehr Sehschärfe zu verhelfen.

Senioren spenden gebrauchte Brillen

Gertrud Tecker, die Vorsitzende der Seniorengemeindschaft, Gerhard Witzel und Änne Pass vom Strickkreis (v. l.) freuten sich helfen zu können.

Am Mittwochnachmittag trafen sich in diesem Zusammenhang die Mitglieder der Seniorengemeinschaft St. Jakobus mit Pfarrer Gerhard Witzel (Essen) im Rahmen einer gemütlichen Kaffeetafel im Pfarrheim, um wieder einmal Kartons mit gesammelten Brillen und -etuis zu übergeben. Immerhin 800 Sehhilfen waren es dieses Mal, wie Gertrud Tecker, die Vorsitzende der Seniorengemeinschaft, berichtete. In den vergangenen Jahren sind so allein in der Grenzgemeinde um die 2000 Brillen zusammen gekommen. Für die gesamte Republik lesen sich die Zahlen durchaus eindrucksvoll. So konnten allein in den vergangenen beiden Jahren jeweils mehr als 10 000 Brillen an die Organisation übergeben werden. Etwa 90 Prozent davon kommen aus den Bistümern Köln, Münster, Paderborn und Essen.

Den Kontakt zur Nangina-Gruppe hält die Seniorengemeinschaft schon seit längerem: Bereits seit 25 Jahren beliefert der Strickkreis, der selbst schon seit über 40 Jahren besteht, die Gruppe mit seinen Erzeugnissen für bedürftige Menschen auf der ganzen Welt. Und auch dieses Mal konnte Gerhard Witzel neben den Brillen-Kartons auch wieder einen ganzen Schwung Patchwork-Wolldecken mit nach Witten nehmen. Eine Gruppe Jugendlicher aus Bochum, Dortmund und Witten beschäftigte sich 1984 im Rahmen ihrer Firmung mit den Problemen der Eine-Welt-Arbeit. Nach der Firmung haben sich die Jugendlichen dann entschlossen, diese Arbeit fortzusetzen. Schließlich gründeten sie am 2. August 1988 mit Hilfe ihrer Eltern und einiger Pfarrer ihren eigenen Verein. Um ein geeignetes Projekt zu finden, haben sie sich an Orden der Missionsärztlichen Schwestern gewandt, die ihnen dann das Krankenhaus Heilige Familie in Nangina in Kenia empfohlen haben. Nach diesem Projekt wurde der Verein benannt und so kam der Name Nangina nach Deutschland.

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