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Burlo/Oeding Die Freude stand an diesem kühlen, sonnigen Samstag Pater Heinrich Döing ins Gesicht geschrieben. Eine kleine Delegation des Vereins der Oedinger Vogelfreunde hatte sich im Innenhof des Klosters Mariengarden eingefunden. Pater Josef Thesing, Johannes Thesing, Clemens Westhoff und Ludger Meis hatten das imposante Resultat einer echten Gemeinschaftsleistung mitge-bracht: ein nagelneues Taubenhaus.

Pater Döing, der 1936 selbst noch Schüler des Gymnasiums war und seit 2002 seinen Ruhestand dort verbringt, erzählte, was es damit auf sich hatte: "Eingefädelt hat das Ganze mein Mitbruder Josef Thesing." Pater Döing war im Kloster kurz nach seiner Ankunft zum "Taubenvater" geworden. Das hieß: Er hatte nicht nur einen ganzen Schwung wunderschöner weißer Pfau-Tauben zu betreuen, sondern musste sich auch um den Erhalt des fast 50 Jahre alten Taubenhauses im Klosterhof kümmern. Das wurde zunehmend zum Problem, weil der 84-jährige Pater keine, wie er es nannte, "Turnübungen" mehr machen wollte, um das auf seiner Eisenstange ziemlich hoch thronende Taubenhaus mit Futter zu versorgen und sauber zu halten.

Daher sollte die Stange verkürzt werden und bei dem Versuch, das alte Vogeldomizil zu demontieren, war jenes abgestürzt und hatte sich dabei in seine morschen Einzelteile verabschiedet. So musste ein neues her, und da kam Pater Thesing mit seinen Oedinger Vogelfreunden ins Spiel.

Das ganze Aktion kostete keinen Euro: Das Holz stellte die Südlohner Firma Robers zur Verfügung, den Zuschnitt besorgte die Oedinger Schrei-nerei Schüring, das Kupfer-blech fürs Dach kam von der Installationsfirma Lüdiger am Woorteweg - wo Johannes Thesing das Dach auch fertig baute. Dass Pater Thesing mit Traktoren jedweder Größe zurechtkommt, war für die Installation des neuen Komfort-Wohnhauses für Tauben unabdingbar: Nach nicht einmal einer Stunde konnten die wartenden Pfau-Tauben einziehen. Und Pater Heinrich Döing muss nun auch keine "Turnübungen" mehr machen. geo

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