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Türen zur Zukunft öffnen

Südlohn Pause in der Südlohner Roncalli-Hauptschule. Eine ganze Schar Schüler umringt Marie-Luise Musiol, bombardiert sie mit Fragen. Die Schulsozialarbeiterin nimmt's gelassen, lacht nur. Und hat für jeden ein offenes Ohr - seit mehr als einem Jahr schon.

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"Ich hab' mich bereits nach kurzer Zeit eingelebt. Eltern, Schüler, Lehrer - alle haben es mir leicht gemacht. Und die Schulsozialarbeit greift", sagt die 38-jährige Bocholterin, die ihre Arbeit gemeinsam mit sieben Kollegen im Kreis begonnen hat. Das zeigt auch der volle Terminkalender.

Ermutigung hilft

Was diese Woche so ansteht? Gespräche mit Eltern, die Hilfe suchen, eine Adresse benötigen. Oder einfach mal eine Ermutigung, wenn es bei der Erziehung nicht so rund läuft. "Das hilft ungemein." Auch die Schüler, die Schwierigkeiten besprechen oder sich beruflich orientieren wollen, kommen zu ihr.

Neben Beratungen gehört Projektarbeit zum Alltag der Schulsozialarbeiterin. "Wie die Berufsorientierungstage ,Job in Future', die wir gemeinsam mit Jugendlichen anderer Schulen vergangenes Jahr in Haltern verbracht haben. Da ist nachhaltig was hängen geblieben", ist sich Musiol sicher.

Ihr Anliegen: Das Bewusstsein der Schüler für die eigenen Stärken schärfen, gemeinsam Ziele entwickeln, das Selbstvertrauen stärken. "Ich möchte helfen, Türen zu öffnen, sei es in Form von Kontakten oder indem ich versuche herauszufinden, was der Einzelne braucht."

Dabei spielt auch die Vernetzung mit Vereinen und Institutionen vor Ort eine wichtige Rolle. "Gemeinsam mit den Jugendhausleitern habe ich AG's in die Einrichtungen gebracht. Oder mit dem SC Südlohn eine Mädchenfußballmannschaft auf die Beine gestellt." Dass Schule nicht nur fachliches Lernen bedeutet, sondern auch Raum bietet, die soziale und persönliche Kompetenz zu entwickeln, zeigen auch die Freizeitaktivitäten, die Musiol gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrern angestoßen hat. Angefangen bei der Tanz- oder Theater-AG, dem Gitarrenkurs, dem Singkreis oder auch dem Schülercafé, das Zehntklässler in ihrer Freizeit aufgebaut haben. Denn: "Gerade, was eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung angeht, sind viele heute ratlos."

Vertrauen hat berührt

Musiol ist überzeugt, dass es sich lohnt, an der "Schul-Front" aktiv zu sein: "Ich sehe, welche Erfolge wir erzielen, wenn alle an einem Strang ziehen." Besonders berührt habe sie, wie viel Vertrauen ihr gleich zu Beginn an der Roncalli-Schule entgegengebracht worden sei. "Das ist Teil des Erfolgsrezepts", ist sie sicher.

Ihr Fazit: "Die Hauptschule, wie ich sie hier erlebe, ist eine wertvolle Schulform, die viele Türen öffnet. Und die Jugendlichen nutzen ihre Chancen. Die werden garantiert ihren Weg machen." kh

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