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DRK-Vereinsheim ist fertig

Am Ende angekommen im neuen Zuhause

Vreden Der Wunsch nach einem neuen Domizil bestand schon lange beim Roten Kreuz Vreden. Um das Ziel zu erreichen, waren auch Hürden zu nehmen.

Am Ende angekommen im neuen Zuhause

Hermann-Josef Höper und Marianne Wüpping vom DRK Vreden freuen sich darüber, ins neue Vereinsheim einziehen zu können. Foto: Markus Gehring

Zwei Frauen räumen in der Küche Tassen in die blitzblanken Schränke aus Edelstahl, ein Mann greift sich im Flur aus einer Schachtel einen Dübel samt Schraube, im großen Raum eine Tür weiter wartet der Inhalt von Umzugskartons darauf, seinen endgültigen Platz zu finden. In der Luft hängt ein Geruch, der typisch ist für die Phase, in der ein Gebäude bezogen wird: Es riecht nach Neubau an der Adresse „An’t Lindeken 101“ in Vreden. Auch wenn draußen die offizielle Beschilderung noch fehlt, so lassen die beiden vor der frisch gepflasterten Fläche stehenden Fahrzeuge mit ihrer cremeweißen Lackierung und dem großen Symbol darauf keinen Zweifel daran, wer hier gerade eingezogen ist: Der DRK-Ortsverein Vreden hat sein neues Domizil bezogen.

„Wir sind froh, dass wir jetzt hier sind“, sagt Marianne Wüpping. Die Vorsitzende des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes hat sich gemeinsam mit dem stellvertretenden Rot-Kreuz-Leiter Hermann-Josef Höpers mitten im Umzugstrubel ein wenig Zeit genommen, um die Entwicklung im Gespräch Revue passieren zu lassen, die bis zu diesem Tag stattgefunden hat.

Schon seit Jahren hat das Vredener DRK dieses Ziel verfolgt: Raus aus der alte Industriehalle an der Karl-Benz-Straße, die 30 Jahre lang ein eher ungeliebtes Zuhause für den Verein war. „Platz hatten wir dort zwar auch“, sagt Hermann-Josef Höpers. Aber weil das Gebäude im Grunde baulich auf einen anderen Zweck ausgerichtet ist, war es dort für die Nutzung durch das DRK nicht wirklich ideal: Vor allem die Kälte war schnell spürbar.

Ziel über Jahre verfolgt

Als Marianne Wüpping im Jahr 2003 Vorsitzende des DRK wurde, stand für sie gleich fest: „Wir müssen woanders hin.“ Doch es brauchte Jahre, um dieses Ziel zu erreichen. Der Ortsverein arbeitete aber gezielt darauf hin: Er bildete entsprechende Rücklagen, um einen finanziellen Grundstock zu haben – und er begann früh mit der Suche nach einem passenden Grundstück, dabei unterstützt durch die Stadt Vreden.

Schließlich war ein geeigneter Platz gefunden: Auf dem Gelände nördlich des Krankenhauses, wo gleich nebenan gerade ebenfalls ein Neubau entsteht.

651.000 Euro waren für das neue DRK-Heim veranschlagt. „Wir sind am Ende im Rahmen geblieben“, sagt Höpers. Auch wenn Unvorhergesehenes hinzukam – zum Beispiel in Form eines Baugrunds, der mehr Aufwand erforderte als gedacht. Bei der Finanzierung konnte sich das DRK Vreden der Unterstützung durch mehrere Partner sicher sein: Mittel flossen von der Aktion Mensch und von der Stiftung Wohlfahrtspflege, vom DRK-Landesverband gab es ein zinsloses Darlehen, und Eigenmittel kamen schließlich auch noch dazu. Die Stadt stellte das Grundstück gegen einen günstigen Erbbauzins bereit.

Am Ende angekommen im neuen Zuhause

Die Umzugsarbeiten sind in vollem Gange. Foto: Markus Gehring

Der symbolträchtige Erste Spatenstich erfolgte im November 2016. Dass es mit der Fertigstellung einige Wochen länger dauerte, war den Witterungsumständen geschuldet. Unter dem Strich zeigen sich die Verantwortlichen sehr zufrieden. „Das hat gut geklappt und es ist toll geworden“, sagt Marianne Wüpping mit Blick auf den Neubau, mit dessen Realisierung das Bauunternehmen Temmink beauftragt wurde. Sehr viel Eigenleistung kam rund um den Umzug hinzu.

Einen eigenen Eindruck von dem neuen Gebäude des DRK-Ortsvereins können sich alle machen, die am Donnerstag, 4. Januar, dort zwischen 16 und 20 Uhr zur Blutspende hinkommen. Ein „richtiger“ Tag der offenen Tür soll im Frühjahr oder Frühsommer stattfinden – als Fest für die ganze Familie. Bis dahin ist für die Aktiven des DRK bestimmt schon der Alltag eingekehrt im neuen Vereinsheim. Aber ein wenig „neu anfühlen“ wird es sich bestimmt noch…

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