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Bebauung kann kommen

Vreden Jetzt fehlt nur noch der Ratsbeschluss: Einstimmig und abschließend hat sich der Bauausschuss am Donnerstagabend für das neue Baugebiet an der Zwillbrocker Straße ausgesprochen - und damit auch für einen neuen Supermarkt, dessen Lage offensichtlich nicht nur Freunde unter den Anliegern hat.

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Sowohl die Politiker im Ausschuss, als auch die Vertreter der Verwaltung bekundeten Verständnis für die Sorgen der unmittelbaren Nachbarn: Sie befürchten einen erheblichen Verlust an Lebensqualität, wenn an der Rückseite ihrer Gärten der Blick künftig nicht mehr auf die freie Landschaft, sondern auf die vier Meter hohe Rückwand eines Supermarktes fällt. Zahlreiche Nachbarn hatten sich deshalb in der Sitzung eingefunden.

Doch auch wenn praktisch alle offiziellen Redner bekundeten, gut nachvollziehen zu können, was die Anlieger bewegt: In der Sache blieben sie bei der Marschroute, die in einem langen Planverfahren bis zum nunmehr vorliegenden Ergebnis geführt hatte.

Joachim Hartmann, Leiter des Baubereichs, betonte: "Der gesetzliche Mindestabstand wird eingehalten, auch kommt ein Grünstreifen dazwischen." Der Plan für einen Supermarkt an dieser Stelle sei keine willkürliche Entscheidung. Er fuße vielmehr aus dem langfristig entwickelten Einzelhandelskonzept für das Stadtgebiet (Münsterland Zeitung berichtete).

Wohnen und Einkaufen seien Nutzungen, die sich miteinander vertragen. Zudem könne die Lage des neuen Marktes nicht einfach auf die andere, stadtauswärts gelegene Seite des Plangebietes gewechselt werden: "Ein solcher Markt sollte so nah wie möglich in die bestehende Bebauung eingebunden werden. Ein Nahversorgungszentrum muss bei den Menschen liegen."

Parkplatz

Hartmann meinte, dass sich die unmittelbaren Auswirkungen des Supermarktes in Grenzen halten würden. Er wies darauf hin, dass der meiste Lärm stets vom Parkplatz ausgehe, und dieser befinde sich auf der anderen Seite des Gebäudes.

Eine besondere Rolle spielte bei den Abwägungen vor dem Satzungsbeschluss auch eine ökologische Frage: Unstrittig ist, dass der vorhandene Wald durch das Neubaugebiet einen Teil seiner Funktion einbüßt. In welchem Maße jedoch, darüber haben die Stadt und die Untere Landschaftsbehörde unterschiedliche Auffassungen. Hartmann konnte in diesem Zusammenhang auf ein ganzes Maßnahmenbündel verweisen, mit denen der planerisch zwingend erforderliche ökologische Ausgleich erzielt werden könne. to

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