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Buxtehude mit Bravour gespielt

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Vreden Es spielten ja schon mehrfach gute Organisten in der Zwillbrocker Barockkirche St. Franziskus, aber Christoph Nierhaus' Konzert am Sonntagnachmittag ist so schnell nicht zu toppen. Ein wahrer Fachmann barocker Manier aus Oberhausen-Sterkrade spielte ein ausschließlich norddeutsches Programm des 18. Jahrhunderts. Hier ist natürlich Dietrich Buxtehude Vertreter Nummer eins, und zugleich wird in diesem Jahr an seinen 300. Todestag erinnert. Nierhaus erklärte zu Anfang Interessantes über die damaligen Organisten und ihre Kompositionen, zum Beispiel dass es nur Abschriften durch Schüler von Buxtehudes Werken gibt, dadurch verschiedene Versionen zu Tage gekommen sind und Johann Sebastian Bach ein großer Fan von Buxtehude war. Klare verbale Aussagen, klare Ansage im Spiel: ob von dem großen Meister aus Lübeck oder dessen Schüler Nicolaus Bruhns, von dem man sagt, er spielte gleichzeitig das Orgelpedal, Geige und Gesang (!), Bachs Lehrer Georg Böhm und der eher selten gespielte Vincent Lübeck, der vom Orga nisten ein Doppelpedal verlangt (linker und rechter Fuß spielen unterschiedlich).

Nierhaus gab von allen im wahrsten Sinne barocke Kostproben, bewies Kenntnis im Umgang der damaligen Spielkunst, und während er nach dem stehenden Applaus das Choralvorspiel Vater unser im Himmelreich von Georg Boehm als Zugabe spielte, klimperten schon die Spenden-Münzen zum Dank für das schöne Konzert. Hanne Feldhaus-Tenhumberg

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