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Längere Museums-Öffnungszeiten sollen mehr Leben in den Stadtpark bringen

Bauernhausmuseum Vreden

Der Kulturausschuss hat dem Bürgerantrag auf erweiterte Öffnungszeiten der Hofanlage zugestimmt. Die Bürgerstiftung sieht sogar weitere Potenziale.

Vreden

von Michael Schley

, 21.06.2018
Längere Museums-Öffnungszeiten sollen mehr Leben in den Stadtpark bringen

Allzu oft stehen Bürger derzeit vor den verschlossenen Türen der Hofanlage. Das soll sich künftig ändern. Foto: Markus Gehring

Der Beschluss erfolgte einstimmig: Der Bildungs-, Sport- und Kulturausschuss des Rates der Stadt Vreden hat in seiner Sitzung am Dienstag die Verwaltung beauftragt, weiter Gespräche mit allen Beteiligten hinsichtlich eines neuen Konzeptes zu den Öffnungszeiten der Hofanlage im Stadtpark zu führen. „Der Wunsch, die Hofanlage weiter zu beleben, wurde uneingeschränkt geteilt“, berichtet der Erste Beigeordnete Bernd Kemper am Mittwoch auf Anfrage der Münsterland Zeitung.

Gemeinsam mit Vertretern des Heimatvereins und der Bürgerstiftung, die künftig die „Rolle des Kümmerers“ mit einnehmen wolle, würde das entwickelte Konzept nun verfeinert. Das Ziel lautet, die Öffnungszeiten zu erweitern und dazu neue Angebote zu schaffen. „Wer dann wie und welche Rolle übernimmt, das gilt es über die Stadt mit den Beteiligten zu koordinieren“, ergänzt Bernd Kemper.

Der Wunsch nach festen Öffnungszeiten war von Fritz Volmer vom Möllenkring mit Antrag vom 27. April an den Rat herangetragen worden. Darin wurde beantragt, die „Hofanlage wieder für das Publikum zu öffnen“ und die Verwaltung zu beauftragen, mit dem Kreis eine entsprechende Vereinbarung zu treffen.

Angebote sollen gebündelt werden

Die Verwaltung traf sich daraufhin am 30. Mai mit Vertretern des Kreises Borken, des Heimatvereins Vreden sowie der Bürgerstiftung und erörterte mögliche Konzepte zur Öffnung der Hofanlage. Dabei berichtete die Bürgerstiftung von ihren Überlegungen, wie die kleineren kulturellen Einrichtungen Vredens wie vor allem die Hofanlage als zusätzliches Angebot für Besucher und Touristen besser wahrgenommen werden könnten. Ziel der Bürgerstiftung ist es, die einzelnen Einrichtungen zu bündeln und so in das Programm des Stadtmarketings einzubringen.

Die Bürgerstiftung sieht Möglichkeiten, eine Lösung anzubieten, die nicht nur die Öffnungszeiten der Hofanlage betrifft, sondern weit darüber hinausgeht. Voraussetzung dafür ist, dass der Bürgerstiftung als Kümmerer und Hausherr die Nutzung vom Kreis Borken übertragen wird, heißt es in der Beschlussvorlage zur Ausschusssitzung. Dabei werden die bestehenden Verträge zwischen dem Kreis, der Stadt und dem Heimatverein eingehalten. Die Vermarktung sieht die Stiftung als ureigene Aufgabe des Stadtmarketings an.

Stadt will investieren

Der Plan erfordert einen entsprechenden Finanzaufwand, der durch die Stadt Vreden, den Kreis Borken in Form von Sach- und Dienstleistung im bisherigen Rahmen sowie der Bürgerstiftung erbracht werden müsste. Zudem könnten auch Sponsoren gewonnen werden. „Die Stadt ist gerne bereit, in das Konzept zu investieren und sich an den Kosten zu beteiligen“, erklärt Bernd Kemper.

Fritz Volmer zeigt sich mit der Entwicklung grundsätzlich zufrieden: „Das Interesse am Bauernhaus ist groß, nicht nur bei den Vredenern. Das müssen wir auch bedienen. Wenn Leben hereinkommt, dann ist das in unserem Sinne. Die drei Tage Öffnungszeit, die wir im Antrag fordern, sollen es aber auch sein.“ Aus Sicht der Bürgerstiftung besteht die Möglichkeit, das Konzept mit erweiterten Öffnungszeiten spätestens ab dem 1. Januar 2019 anzubieten.

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