Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Mordsgefährliche Lesung

Vreden "Das Münsterland mordet" - und 110 Männer und Frauen schauen zu und applaudieren. Kein Wunder: Bei ihnen handelt es sich ebenfalls um Münsterländer - um das literaturbegeisterte Publikum, das sich am Freitagabend zur gleichnamigen Kriminacht in der öffentlichen Bücherei einfand.

Anzeige

Der Haupteingang war mit einem Flatterband abgesperrt, deshalb gelangten alle nur durch den mit vielen Kerzen erleuchteten Garteneingang an den Tatort. Ein Bobby kontrollierte die Besucher und Miss Marple, Pater Brown , zwei schöne, aber sicherlich mordsgefährliche Damen sowie ein Gigolo begleiteten sie vom dunklen Keller bis ins rot-schwarz gestaltete Obergeschoss, wo die Band "d-Jab" jazzte.

Büchereileiter Michael Schürmann stellte die drei renommierten Krimiautoren Stefan Holtkötter, Bettina Oehmen und Mani Beckmann vor.

Stefan Holtkötter, gebürtiger Münsterländer und freier Autor, arbeitet als Berater und Motivationstrainer für Arbeitslose und lebt nahe Münster und in Berlin. Er hatte bereits vor einem Jahr in der Vredener Bücherei eine sehr ansprechende Autorenlesung gestaltet und stellte nun noch einmal "Das Geheimnis von Vennhues" vor. Die unheimlichen Begebenheiten im Zwillbrocker Venn faszinierten die Zuhörer auch jetzt wieder, so dass es mucksmäuschenstill war und alle mit Kommissar Hambrock mitfieberten, der zwei rätselhafte Morde aufzuklären hatte.

Nach einer Pause betrat Bettina Oehmen die Vortragsbühne. Die Bocholterin, die viele als Musikerin kennen, hat bereits vier "Bocholt-Krimis" geschrieben und außerdem Lyrikbände veröffentlicht. Am Freitag las sie aus ihrem Krimi "Der Tod malt in Acryl", in dem der Bocholter Kommissar Kollo den Mörder einer alten Dame sucht. Ihr Schreibstil mit sehr amüsanten Passagen gefiel den Zuhörern sehr gut und wurde mit Lachern und Beifall belohnt.

Nach den beiden modernen Krimis, kamen anschließend die Freunde des historischen Kriminalromans bei der Lesung des gebürtigen Alstätters Mani Beckmann voll auf ihre Kosten. Der Autor von Krimis und historischen Romanen lebt in Berlin und arbeitet seit 1988 als freier Journalist und Filmkritiker sowie seit 1994 als Drehbuchlektor der Abteilung Fernsehfilm des WDR. Sein Buch "Teufelsmühle" bildet nach "Moorteufel" und "Die Kapelle im Moor" den Abschluss seiner Moor-Trilogie um die Bewohner des fiktiven Dorfes Ahlbeck.

Ende gegen Mitternacht

Kurz nach Mitternacht ging die eindrucksvolle Veranstaltung zu Ende. Ria Sönnekes vom Gleichstellungsbüro der Stadt Vreden bedankte sich gemeinsam mit allen Besuchern bei den Autoren, der Gruppe d'Jab und den Mitgliedern des Fundus-Theaters mit ihrem Leiter Hubert Wessels für die spannende Kriminacht. rol

Anzeige
Anzeige