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Konzert mit "East Drive"

Musik zum Chillen und zum Jubeln

VREDEN Zu einem Jazzkonzert der besonderen Art lud der Hamaland-Jazz-Club am Montagabend ein großes Publikum in den Konzertsaal im alten Rathaus ein. Die drei Musiker von East Drive mit osteuropäischen Wurzeln sowie Jazz-Pianistin Olivia Trummer boten ein abwechslungsreiches Programm mit selbst komponierten Stücken.

Musik zum Chillen und zum Jubeln

Die drei Musiker von East Drive und Jazz-Pianistin Olivia Trummer boten ein abwechslungsreiches Programm mit selbst komponierten Stücken.

Locker und selbstbewusst erschienen zunächst die drei Weltenbummler Vitaliy Zolotov, Philipp Bardenberg und Bodek Janke und nahmen Gitarre, E-Bass und Schläger für das Schlagzeug in die Hand, bevor sie die ersten Klänge an das erwartungsvolle Publikum richteten. Wie Entspannungsmusik bei der Massage hörte sich „Teemeister“ – komponiert von Gitarrist Zolotov – an, bevor Schlagzeuger Janke zu einem stärkeren Beat anhob. Durch kurzes Klatschen honorierte das Publikum den Beitrag und befand sich sofort mittendrin. Der Rhythmus ging durch den Körper und ließ einige Besucher leicht mitwippen, was eine angenehme Atmosphäre erzeugte. Plötzlich gab es eine Steigerung durch immer lautere und schnellere Gitarrenläufe, was zu spontanem Klatschen und Jubel anregte. Erst nach dem „Folksong III“ begrüßte Scherzkeks Bodek Janke die Besucher zunächst auf Russisch und übersetzte schließlich, als ihm einfiel, dass sie aus Deutschland oder den Niederlanden stammten. 

Für das nächste Stück kündigte er Pianistin Olivia Trummer als „i-Tüpfelchen“ des Ensembles an. Diese setzte sich jedoch nicht sofort an den Flügel sondern nahm das Mikrofon in die Hand und überzeugte durch ausdrucksstarken Gesang, der auch mit wenig Worten auskam. Es ertönte Musik zum „Chillen“, bei der man die Seele baumeln lässt. Da hatte „Teraz“ – komponiert von Janke – schon eine ganz andere Wirkung. Die Zuhörer vernahmen zunächst leise Töne einer Piccolo-Flöte aus der Ferne jenseits des Konzertsaals. Dann erschien der bunt gekleidete Bodek Janke und schlich mit seiner Flöte durchs Publikum. Er flötete auch in den Flügel hinein, dessen Saiten leise vibrierten. Endlich setzten die anderen Instrumente ein, deren Klänge sich im Klangteppich des Flügels verloren. Olivia Trummer zeigte ihr improvisatorisches Talent, als sie voller Leidenschaft Töne repetierte und abwechselnd Konsonanzen und Dissonanzen erzeugte. Graziös bewegte sie sich zur Musik und hielt dabei ständigen Blickkontakt mit ihren Kollegen. 

Nach der Pause spielte Trummer sogar im „Tangolivia“ mit rechts Melodica und links Klavier, bevor Janke witzige, afrikanisch klingende Laute von sich gab. Das Publikum wurde mitgerissen, den Beat des Schlagzeugs zu klatschen und danach die Melodie eines sowjetischen Volkstanzes mitzusingen. Da blühten die Musiker voll auf und ließen noch einmal eine große Welle ihres jazzigen Lebensgefühls überschwappen. Große Begeisterung der Zuhörer!

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