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Fünf Architektenbüros liefern Ideen

Profanierung rückt näher

VREDEN „Erinnerung, Übergang, Zeit der Abschiednahme“ steht auf dem Flyer. „Alles ein letztes Mal“ – unter diesem Motto sind darauf alle besonderen Gottesdienste und Aktionen im Abschiedsjahr von der Marienkirche aufgelistet. Nun rückt das Datum näher: Am 20. November wird die Marienkirche profaniert.

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Profanierung rückt näher

Die Marienkirche steht vor der Profanierung. Während für die »Marienkinder« der Termin des Abschieds unwiderruflich näher rückt, machen sich die Verantwortlichen Gedanken um die Folgenutzung des Gebäudes und der Ausstattung.

Um 17 Uhr wird an dem besagten Sonntag Weihbischof Christoph Hegge die letzte Messe in der Marienkirche feiern, mit dem Verlesen der Profanierungsurkunde am Ende erlischt dann der sakrale Charakter des Gebäudes. Ab diesem Zeitpunkt werden die Kirchenglocken nicht mehr zum Gottesdienst rufen. Das Angelusgeläut werde aber beibehalten, blickte Pfarrer Guido Wachtel im Gespräch mit der Münsterland Zeitung voraus. Wie geht es dann mit dem Gebäude weiter? Am Donnerstag hat im Pfarrheim St. Marien das Kolloquium zum Bieter- und Investorenwettbewerb stattgefunden. Fünf Architektenbüros haben teilgenommen, teilte Pfarrer Wachtel mit. Die Pfarrgemeinde St. Georg und die Arbeitsgruppe Marienkirche als Initiatoren des Wettbewerbs erhoffen sich ein durchführbares Nutzungskonzept mit öffentlichem oder sozialem Charakter, bei dem möglichst das Gebäude der Kirche oder doch Teile davon erhalten bleiben können. Die Architekten konnten mit Vertretern der Bauabteilung des Bistums, Vertretern der Stadt Vreden und nicht zuletzt von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand Details klären und sich ein Bild machen.Entwürfe bis Januar 2012

„Präsentiert wurde noch nichts“, verdeutlichte Pfarrer Wachtel. Die Entwürfe sollten Mitte Januar 2012 abgegeben werden, im Februar solle dann die Jury tagen. „Wir haben die Hoffnung, dass wir innerhalb eines Vierteljahrs eine Entscheidung haben“, blickt der Pfarrer nach vorn. Federführend bei dem Wettbewerb agierte die Bauabteilung des Bistums. Was passiert mit dem Inneren des Gebäudes? Die Abteilung Kunstpflege des Bistums habe die Ausstattungsstücke gesichtet, erzählt Dechant Wachtel. „Nun geht es um eine sinnvolle und würdige Nachnutzung“. Es geht von den Gebetbüchern über die Kirchenbänke bis hin zu den Kelchen. Die Entscheidung werde in St. Georg getroffen, aber bei den Überlegungen schaue das Bistum mit drauf, erklärt der Pfarrer.Einladung zum "Solidaritätssonntag" Im Rahmen des Abschieds von der Marienkirche steht das kommende Wochenende letztmalig im Zeichen eines „Solidaritätssonntags“. Nachdem in den vergangenen Monaten die Katholiken aus den Kirchdörfern die Gottesdienste in St. Marien gefeiert haben, sind jetzt die Christen der alten Georgsgemeinde aufgerufen, die Messen in der Marienkirche zu gestalten und zu feiern.Drei Messen Deshalb werden die Messen aus der Georgskirche verlegt, es gilt am nächsten Wochenende im Seelsorgebezirk „Stadt“ folgende Gottesdienstordnung: Die Vorabendmesse wird am Samstag um 17.30 Uhr in der Maienkirche gefeiert – mitgestaltet vom Chor für Neues Geistliches Lied. Am Sonntag werden drei Messen in St. Marien gefeiert: Um 8 Uhr, um 9.30 Uhr als Familiengottesdienst und um 11 Uhr als Hochamt, mitgestaltet vom Kirchenchor St. Georg. Am Montag, 7. November, ist das vorletzte Montagsgebet vor der Profanierung. Treffpunkt ist um 19.30 Uhr die Turmkapelle.

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