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Raser auf dem Domhof stoppen

Vreden "Der Einzelne, der da nachts mit 50 durchknallt, ist ohnehin nicht zu verhindern." Mit pragmatischem Realismus beurteilte Joachim Hartmann, was sich nachts mitunter auf dem Vredener Domhof abspielt.

Und im Grunde war neben dem Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung auch allen Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses klar, dass den innerstädtischen Temposündern nur unzureichend beizukommen ist. Gleichwohl möchten Politik und Verwaltung das nicht einfach so hinnehmen: Sie wollen bei der Polizei verstärkt darauf drängen, dort auch mal abends und nachts zu kontrollieren, hieß es in der jüngsten Sitzung. Darüber hinaus soll das städtische Tempo-Messgerät eingesetzt werden, bei dem der Autofahrer sehen kann, wie schnell er fährt: So könnte unter Umständen ein "pädagogischer Effekt" dazu führen, den Fuß vom Gaspedeal zu nehmen.

Zu viel Tempo und Lärm

Zum Hintergrund: Anwohner des Bereichs Domhof hatten sich an die Verwaltung gewandt. Tenor des Antrags: baulich etwas tun, um die Raserei im verkehrsberuhigten Bereich zu stoppen - und den damit verbundenen Lärm. Viele würden den Domhof als "Durchstich" benutzen, mitunter sogar als "Rennstrecke". Vier Tage lang hatte danach die Verwaltung das Verkehrsaufkommen gemessen. Das Ergebnis liegt nach ihrer Ansicht noch im tolerierbaren Rahmen: "Im Kerngebiet ist das hinzunehmen. Das lässt sich nicht wesentlich ändern", meinte Hartmann.

Mehr Kontrollen

Das Echo bei der Politik fiel unterschiedlich aus. Einigkeit herrschte weitgehend in der Einschätzung, dass zwar am Verkehrsaufkommen an sich wohl wenig zu machen sei, jedoch die "Spitzengeschwindigkeiten" nicht toleriert werden sollten. "Es muss mehr kontrolliert werden. Und wir sollten auch unsere stadteigene Anzeigetafel nutzen", schlug Hermann Geesink (CDU) vor. "Die Auswüchse sind nicht zu tolerieren", erklärte Elmar Kampshoff, der anregte, über Schwellen nachzudenken. "Der Domhof wird offensichtlich als Schleichweg genutzt. Aber wenn wir das verhindern wollen, müssten wir über eine Schließung diskutieren", meinte Gerd Welper (Grüne), und Reinhard Laurich (SPD) unterstrich: "Es geht nicht um die Menge, sondern um die Geschwindigkeiten, die gefahren werden." to

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