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Rote Ringe für grauen Flamingonachwuchs

Vreden Klein, grau und flauschig: So sehen die jungen Flamingos im Zwillbrocker Venn aus. Und damit der Lebensweg der außergewöhnlichen Tiere auch von den Forschern mitverfolgt werden kann, erhielten die Jungtiere jetzt wieder ihre Markierungs-Ringe. Dabei zeigte sich: Die Flamingo-Population im Venn war in diesem Jahr besonders erfolgreich. Gleich sechs Junge sind geschlüpft.

Bei herrlichem Wetter und guter Laune wurden die jungen Tiere im Alter zwischen sechs und neuen Wochen am Freitag Morgen beringt.

Sowohl Mitarbeiter der Biologischen Station als auch interessierte Laien und fleißige Helfer waren mit von der Partie. Der Plan: Die deutsch-niederländische Gruppe sollte sich aufteilen und sich von zwei Seiten auf die Flamingoinsel inmitten des Sees zubewegen. So sollten die Tiere eingekreist werden. "Wer einen kleinen Flamingo vor sich sieht, greift nach ihm und drückt ihn sanft an seinen Körper", instruierte Dr. Dietmar Ikemeyer, Leiter der Biologischen Station, "dann hält man das Tier am Schnabel und an den Beinen fest." Das sei völlig ungefährlich, versicherte er - für den Vogel wie für den Menschen.

Gesagt, getan. Die jungen Flamingos wurden sofort gesichtet und nach kurzer Zeit an Land gebracht. Dort war es schließlich soweit: Fast schon feierlich wirkte der Moment, in dem die jungen Flamingos ihren circa 5,5 cm langer roten Plastikring mit großen weißen Ziffern ZV (Zwillbrocker Venn) und mit alphanumerischem Code an den linken Fuß bekamen.

Seit 2001 wird die Beringung von der Arbeitsgruppe Neozoen der Univeristät Rostock unterstützt. Sie liefert auch die Ringe der Vogelwarte Hiddensee, die seit 2001 zusätzlich zu den roten Plastikringen verwendet werden.

Danach wurden die erschöpften Tiere mit ihrem neuen "Pass" in die Freiheit entlassen. jub

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