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Tempo runter in Ammeloe?

Vreden Schon seit Jahren bemühen sich die Anlieger der Kreisstraße 19 in Ammeloe um geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen - nun haben sie erneut einen Vorstoß gewagt und sich mit einem Antrag an den Kreis Borken und an die Stadt Vreden gewandt, der in der jüngsten Ratssitzung diskutiert wurde.

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Bis auf zwei Ortsschilder, die am Ortsein- und -ausgang aufgestellt sind, macht die Verkehrsteilnehmer nichts darauf aufmerksam, dass sie sich in geschlossener Ortslage befinden und deswegen Tempo 50 angesagt ist. Nur selten, so die Antragsteller, werde die Höchstgeschwindigkeit dort eingehalten.

Gefahrenpotenzial sei auch bei mehreren Ortsterminen seit dem Jahr 2002 von den Vertretern der Stadt und des Amtes für Agrarordnung gesehen worden. Seinerzeit sei vereinbart worden, dass nach der "Ortsumgehung Zwillbrock" die K 19 in Ammeloe als nächstes Projekt angegangen werden solle, rufen die Antragsteller in Erinnerung.

Da nun in Zwillbrock in absehbarer Zeit keine Baumaßnahme anstehe, machen die Ammeloer nun auf die Verkehrssituation vor ihrer Haustür aufmerksam: Bauliche Maßnahmen, zum Beispiel auch ein Kreisverkehr an der Kreuzung zum Friedhof, werden angemahnt. Durch die Einführung der Autobahnmaut sei die Situation noch gefährlicher geworden, weil viele niederländische LKW die K 19 als Abkürzung nutzten, wird in dem Antrag betont. Familien mit Kindern wohnten an der Straße, die K 19 müsse oft von Besuchern des Friedhofs - darunter viele ältere Dorfbewohner - überquert werden, das Kindergartengelände grenze an die Straße - mit vielen Argumenten stützen die Ammeloer ihre Forderung.

"Ich kann den Antrag nur unterstützen", betonte Alfons Küpers (CDU). Gerade aus Richtung Ottenstein verleite die 800 bis 900 Meter lange gerade Strecke zum schnellen Fahren: "Da erwischt man sich selbst, dass man 70 statt 50 fährt", gestand er ein. Thomas Funke (SPD) regte an, vor einer Beratung im Bauausschuss dort das Tempo der Verkehrsteilnehmer messen zu lassen und die LKW zu zählen.

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Bürgermeister Hermann Pennekamp blickte auf Anfrage Funkes einige Jahre zurück: Im Bauausschuss habe man das Thema seinerzeit ausführlich behandelt und einen Antrag auf Dorferneuerungsmittel gestellt. Da die Maßnahme aber unter 50000 Euro gelegen habe und somit nicht förderfähig gewesen sei, habe man die Mittel letztlich nicht mehr im Haushalt berücksichtigt. "Entscheidend ist das Hier und Jetzt", befand Elmar Kampshoff (UWG), der sich dafür ausprach, den Antrag "positiv zu begleiten". Zur weiteren Beratung wurde der Antrag in den zuständigen Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt verwiesen - das Gremium wird über das weitere Vorgehen entscheiden. ewa

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