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Drei Varianten für den Schulcampus Vreden

Kann das Widukindstadion bleiben?

Schulcampus oder Widukindstadion? 400- oder 200-Meter-Bahn? Über diese Fragen diskutieren die Politiker schon sehr lange. Jetzt wurden noch einmal vier Varianten vorgestellt und ausführlich diskutiert.

Vreden

von Victoria Thünte

, 15.03.2018
Drei Varianten für den Schulcampus Vreden

Das Widukindstadtion im Schulzentrum soll zu einem Schulcampus umgestaltet werden. © Foto: Thorsten Ohm

Seit fast sechs Jahren wird über die Neugestaltung des Schulzentrums diskutiert. Doch noch immer kommen die Ausschüsse, der Rat und die Verwaltung nicht auf einen Nenner. Jetzt hat sich der Bauausschuss dazu entschieden, drei verschiedene Varianten detailliert prüfen zu lassen. Bis zu diesem Entschluss war es ein langer Weg.

  • Runde 1: Die Verwaltung macht drei Vorschläge, eine Variante kommt aus dem Gymnasium (siehe oben). Die Verwaltung favorisiert weiterhin Variante 3. Der Erste Beigeordnete Bernd Kemper weist darauf hin: „Der TV möchte seine Halle dort haben, wo die 400-Meter-Bahn ist.“ Wenn die lange Bahn also am Schulzentrum bleibt, muss dort eine zusätzliche Halleneinheit geschaffen werden.

  • Runde 2 Das Gymnasium und die Sekundarschule geben ihre Stellungnahmen ab. Jürgen Klomfaß vom Gymnasium stellt klar: „Nur weil die Variante 4 aus dem Gymnasium kommt, heißt das nicht, dass wir diese Variante favorisieren.“ Eine Präferenz zu einer bestimmten Lösung nennt er nicht. Sebastian Rave, Sportlehrer an der Sekundarschule, findet klarere Worte. Die Variante 3 mit dem Schulcampus und kleinerer Bahn würde neue sportliche Räume schaffen. Auf einer Zeichnung zeigte er, wofür der freigewordene Platz genutzt werden könnte: Ein Beachvolleyballfeld, ein Schulgarten, mehr Sitzecken, Hängematten und Bereiche zum Klettern sind eingezeichnet.

  • Runde 3: Jetzt dürfen die Politiker diskutieren. Gerd Welper (Grüne) möchte endlich „Butter bei die Fische“. Alle Varianten bis ins Detail zu prüfen sei nicht zielführend. Er spricht sich für Variante 3 aus. Hendrik Mulder (FDP) möchte eine andere Vorauswahl treffen. „Wir wären damit einverstanden, wenn man nur Variante 1 und 2 prüft.“ Heinrich Wildenhues (CDU) widerspricht dem deutlich: „Es sollten alle Varianten geprüft werden. Sonst stimmen wir nicht zu.“ Auch Reinhard Laurich (SPD) findet: „Es ist gut, dass wir alle Varianten prüfen. Es fehlen einfach noch zu viele Aspekte, um sich entscheiden zu können.“ Elmar Kampshoff (UWG) geht noch einen Schritt weiter: „Ich habe das Gefühl, dass Sie einfach Ihre Hausaufgaben nicht richtig machen“, sagt er zur Verwaltung. Es gebe zu viele ungeklärte Fakten, die den Prozess belasten.

  • Runde 4: Bernd Kemper findet es nicht sinnvoll, alle Varianten zu prüfen. „Aus meiner Sicht kommen nur 1 und 3 überhaupt in Frage.“ Eine wettkampftaugliche Bahn wollen weder die Schulen noch die Sportvereine. Und der Vorschlag aus dem Gymnasium biete einfach keine Vorteile gegenüber den anderen Varianten.

  • Runde 5: Die Fraktionen stimmen zu, Variante 2 und 4 nicht weiter zu verfolgen. Die CDU möchte allerdings noch eine neue Möglichkeit ins Gespräch bringen. Und zwar eine Abwandlung der Variante 3. „Wir würden es gerne sehen, dass man die Halle nach hinten versetzt und die 200-Meter-Bahn davor setzt“, sagte Heinrich Wildenhues.
  • Runde 6: Jetzt geht es nur noch darum, was überhaupt geprüft werden soll. Die Verwaltung schlägt fünf Kriterien vor: städtebauliche Qualität, Eignung der Sportanlagen für den Schulsport und den Breitensport, Zukunftsfähigkeit und Kosten. Im Laufe der Diskussion fordern die Fraktionen noch weitere Kriterien. Besonders wichtig ist ihnen, dass auch die Verkehrsführung und vor allem die Sicherheit geprüft wird. Dagegen hat niemand Einwände.

  • Beschluss: Variante 1 und 3 und die Abwandlung der Variante 3 werden geprüft. Die Ergebnisse werden im Juni dem Bauausschuss und dem Schul-, Sport- und Bildungsausschuss vorgestellt. Die Ausschüsse empfehlen dann dem Rat, der Anfang Juli tagt, eine Entscheidung für eine der Varianten.