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Mehr Kriminalität auf den Straßen Vredens

Weniger Einbrüche, mehr Diebstähle

Vreden Weit vorn, gleich hinter Legden und Gronau, liegt Vreden – zumindest, was die Gewaltkriminalität angeht. Ist in Vreden wirklich alles so schlimm?

Weniger Einbrüche, mehr Diebstähle

Ganz schnell ist ein ungesichertes Fenster mit einem Schraubenzieher aufgebrochen. Foto: dpa

Die Zahlen in der am Mittwoch veröffentlichten Kriminalitätsstatistik der Polizei des Kreises Borken zeigen es: In Vreden gab es im vergangenen Jahr mehr Kriminalfälle, vor allem solche, die mit Gewalt verbunden sind. Denn die Polizei verzeichnete 49 Gewaltdelikte und damit neun mehr als 2016.

Und gerade diese neun Fälle schlagen sich deutlich in den Kriminalitätshäufigkeitszahlen wieder. Dabei werden die 49 Straftaten in Vreden auf einen Vergleichswert hochgerechnet und ergeben eine Häufigkeitszahl. Diese drückt die durch Kriminalität verursachte Gefährdung aus, die dann von Stadt zu Stadt verglichen werden kann. Mit 216 ist der Wert für so eine Kleinstadt wie Vreden recht hoch. Denn er liegt über dem statistischen Durchschnitt von 171 im Bereich der Kreispolizeibehörde Borken und nur knapp hinter Gronau mit 297 sowie Legden mit 317.

Elf Einbrüche

Allerdings steht Vreden in anderen Bereichen im Vergleich zum Vorjahr auch besser da. So ist die Tendenz bei Einbrüchen sinkend. Waren es 2016 noch 15 solcher Delikte, ging die Zahl im vergangenen Jahr auf 11 zurück. Auch positiv: Die Aufklärungsquote war mit 45,5 Prozent deutlich höher als im Vorjahr. Ebenfalls konnten 47 Fahrraddiebstähle weniger verzeichnet werden. 107 wurden angezeigt – Tatverdächtige konnten nur in sechs Fällen ermittelt werden. Die Aufklärungsquote beim Fahrraddiebstahl lag bei nur 4,7 Prozent.

Deutlich zugenommen und zwar um 248,6 Prozent hat der Diebstahl aus Fahrzeugen. Im Jahr 2016 waren noch 37 Taten bekannt geworden, im darauffolgenden Jahr wurden 129 solcher Fälle angezeigt. Immerhin: Ungefähr die Hälfte davon konnte aufgeklärt werden.

Aufklärung unterschiedlich


Eine sehr positive Aufklärungsquote kann die Polizei bei den 48 Fällen von Wirtschaftskriminalität aufweisen. Alle wurden gelöst, obwohl es davon 37 mehr gab als noch im Vorjahr. Im Gegensatz dazu konnten nicht alle 19 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung aufgeklärt werden. Die Anzahl dieser Straftaten ist im Vergleich zu 2016 um eine gestiegen. Es war der Polizei möglich, vier Tatverdächtige mehr auszumachen.

Gestiegen ist die generelle Kriminalität auf den Straßen Vredens um 18,7 Prozent. 393 Delikte (2016: 331) wurden gezählt. Dazu gehören zum Beispiel sexuelle Nötigung, Raubüberfälle, Erregung öffentlichen Ärgernisses, Sachbeschädigung und Körperverletzung. Aufgeklärt werden konnten 29,8 Prozent der Fälle und damit 11,4 Prozent mehr als 2016.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Gesamtstraftaten in Vreden zwar von 926 auf 1007 gestiegen. Gleichwohl liegt Vreden im Vergleich noch unter dem Durchschnitt des Bereichs der Kreispolizeibehörde Borken.

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