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Glasfaser-Ausbau in Werne

44 Haushalte in Holthausen sind bald mit Glasfaser versorgt

Werne Die Anbindung ans schnelle Internet – das ist das Ziel vieler Anwohner in der Bauernschaft Holthausen in Werne. Und dafür packen sie selbst fleißig mit an, buddeln Gräben und verlegen neue Leitungen. Denn hierbei geht es nicht nur um den Glasfaser-Ausbau.

44 Haushalte in Holthausen sind bald mit Glasfaser versorgt

Viele Anwohner in Holthausen helfen bei dem Glasfaser-Ausbau mit. Über 13,5 Kilometer Gräben haben die Anwohner selbst ausgehoben. Foto: Karolin Mersch

Grüne Felder und blühende Bäume weit und breit. Doch mittendrin stechen sofort blaue und orangefarbene Rohre und Leitungen hervor, die immer wieder entlang der Felder liegen. Ein paar hundert Meter weiter, auf Höhe des Knappenwegs, hat sich eine Gruppe von Männern zusammengefunden – die Anwohner der Bauernschaft Holthausen. Allen voran Ferdinand Schulze Froning, der die Leitung des Projekts übernommen hat.

Transport mit Treckern

Hand in Hand verlegen die Männer gemeinsam Meter für Meter die neuen Leitungen, buddeln neue Gräben mit Baggern, transportieren die Materialien mit ihren Treckern oder schweißen die verlegten Rohre zusammen.

Schon im November 2016 entstand die Idee zur Anbindung an das schnelle Internet. „Es ist wichtig, dass wir die Infrastruktur im Außenbereich Wernes ausbauen“, findet Schulze Froning. Auch seine Nachbarn schlossen sich ihm an.

Projekt wird zum Selbstläufer

Erst nur vereinzelt, doch spätestens mit der Idee zum gleichzeitigen Ausbau der Wasserleitungen, wurde das Projekt ein Selbstläufer. „Als immer mehr mitmachen wollten, mussten wir unsere vorherigen Planungen über den Haufen werfen. Aber nun werden wir bis in den letzten Winkel angeschlossen sein“, erzählt Schulze Froning begeistert.

Die große Eigeninitiative der Anwohner ist notwendig, denn ohne diese wäre die Chance auf das schnelle Internet nur gering gewesen. Auch die Wasserleitungen müssen sie selbst verlegen. Die Internetleitungen werden in Kooperation mit der Firma Muenet angeschlossen. Rund 2000 Euro muss jeder Haushalt beisteuern. Bei den Wasserleitungen zahlt jeder so viel, wie er auch nutzt.

Projektende für Sommer angepeilt

Im Sommer soll das Projekt beendet sein. Die Truppe kommt gut voran. „Letztes Wochenende haben wir zwei Kilometer verlegt und dieses werden es noch mal zwei“, berichtet Schulze Froning. Am Ende profitiert die Bauernschaft wohl nicht nur vom guten Anschluss, sondern auch von einer zusammengewachsenen Gemeinschaft.

So läuft der Breitband-Ausbau in Holthausen

Über 13,5 Kilometer Gräben sind bereits ausgehoben. In der Bauernschaft Holthausen haben am Wochenende über 15 Männer weitere zwei Kilometer Wasser- und Glasfaserleitungen verlegt.
Über 13,5 Kilometer Gräben sind bereits ausgehoben. In der Bauernschaft Holthausen helfen viele Anwohner mit, um den Glasfaser-Ausbau voran zu treiben.
Auch einige Trecker kamen zum Einsatz.
Nachdem die Gräben ausgehoben sind, können die Leitungen verlegt werden.
Viele Anwohner packen selbst mit an oder helfen beim Transport.
Kilometerlange Wasser- und Glasfaserleitungen müssen verlegt werden.
Ein Anwohner bei der filigranen Arbeit
15 Männer haben am Wochenende mit angepackt.

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