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Auf den Spuren von Schiller

WERNE Viele haben ihn im Bücherregal stehen, gleich neben Goethe, aber gelesen? Friedrich Schiller (1759 -1805) gehört wohl trotz des Schillerjahrs vor zwei Jahren eher zu den weniger bekannten deutschen Geistesgrößen.

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Auf den Spuren von Schiller

"Schiller - Alles hat doch Hand und Fuß" - dies bewiesen der Schauspieler Jürgen Michael Krone (l.) und der Lehrer Gregor Rüter.

Gründlich auf seine Spuren machten sich die Jahrgangsstufen 12 und 13 des Gymnasiums St. Christophorus mit Projekten in den Fächern Deutsch, Kunst, Musik und Geschichte. Höhepunkt war eine Fahrt an den Ort der deutschen Klassik, nach Weimar.

Ihren künstlerischen Abschluss erhielt das Projekt gestern mit "Schiller - alles hat doch Hand und Fuß", eine literarisch-musikalische Reise durch Schillers Leben und seine Texte, vorgetragen von dem Schauspieler Jürgen Michael Krone und dem laut eigener Aussage "bodenständigen Lehrer" Gregor Rüter. Er hatte einige von Schillers Gedichten wie "Sehnsucht" kongenial vertont und erntete viel Beifall. Rüter schwärmte in der anschließenden Diskussion: "Es ist eine Freude, solche Texte zu vertonen, das läuft fast von selbst".

Krone bezeichnete Schiller als "absolut heutig, er hat viel mit uns zu tun". Und so war es logisch, dass sie eine Szene aus "Kabale und Liebe" im Stil von "Verbotener Liebe" spielten. Natürlich fehlte auch "die Bürgschaft" nicht, Krone verstand diese Ballade als Appell an Freundschaft und Treue - Werte, die in heutiger Zeit nicht mehr gelten würden.

Großes Lob gab es nach 90 Minuten Vortrag aus Schülermund: Diese Art, so meinte einer, gefiel ihm besser als der analytische Unterricht, Schiller sei so aus heutiger Sicht besser zu verstehen; eine Schülerin gefiel besonders die musikalische Untermalung, sie habe die Texte so besser verstanden.

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