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Banse "blockt"

Das Rezept zum Siegen

WERNE Jana Banse ist Volleyballerin und spielt mit dem TV Werne in der zweiten Bundesliga. In einer wöchentlichen Kolumne berichtet die 23-Jährige exklusiv für die Ruhr Nachrichten über das Geschehen beim TVW. In der ersten Ausgabe schreibt Banse heute über das richtige Rezept für Siege.

Das Rezept zum Siegen

Die Volleyballerin Jana Banse berichtet in einer Kolumne über das Geschehen beim TV Werne.

Was braucht man, um ein Volleyballspiel zu gewinnen? Man nehme: Drei Hand voll gute Annahme, ein variables und schnelles Zuspiel sowie einen effektiven, fein mit dem Zuspiel abgeschmeckten Angriff. Danach vermische man einen druckvollen Aufschlag (Achtung, dass die Suppe nicht überkocht!) mit zwei lang gereiften Blockspielerinnen. Das Ganze schmecke man mit einem Trainer ab, der sich nicht scheut, verschiedene Zutaten auszuprobieren. Hinzu kommen Auswechselspielerinnen, die von außen Pfeffer dazu geben. Für das gewisse Extra sorgen 200 Fans, die die stimmungsvolle Suppe zum Kochen bringen. Und zu guter Letzt füge man eine Prise Spaß und einen großen Löffel Kampfgeist hinzu. Die Suppe 20 Minuten kochen lassen und einen 25:18-Sieg erzielen.

Es schien, als sei im ersten Satz des Spiels gegen Stralsund vom vergangenen Wochenende ein altes Familienrezept aus dem Werner Schrank ausgebuddelt worden. Eins, das eigentlich alle Spielerinnen, Trainer und Fans beherrschen, was allen schmeckt und was doch irgendwie lange in den Tiefen einer Schublade verschwunden war. Großartig, quasi erste Sahne. Doch was braucht man, um einen Satz zu verlieren? Ganz einfach: Man vergesse alle Zutaten aus dem ersten Satz. Besonders im zweiten Satz (14:25) sah das Werner Gericht zwischenzeitlich eher nach Kraut und Rüben aus. Der Pfeffer hat gefehlt und auch ein Löffel Crème légère, der wieder etwas Entspannung auf das Feld gebracht hätte.

Im dritten und vierten Satz (21:25 und 19:25) wurden wieder einige Zutaten aus dem ersten Satz in den Topf geschmissen, doch leider hat das nicht gereicht, um das Gericht auf die Speisekarte eines Sternekochs zu bringen. Sterne gab es lediglich für die großartigen Fans, die alles gegeben haben, um das Spielergebnis doch noch schmackhaft zu machen. Der Nachtisch war also im Abgang herb, mit leicht bitterem Nachgeschmack. Doch in der nächsten Woche wird in Hinblick auf das Auswärtsspiel in der Hauptstadt wieder fleißig für die große Sahnetorte trainiert – oder sagen wir besser, für einen ertragreichen Berliner Ballen.

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