Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

WERNE Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilte das Schöffengericht in Lünen einen 23-jährigen Werner wegen Beihilfe zum schweren Diebstahl in fünf Fällen. Allerdings setzte das Gericht die Freiheitsstrafe gegen Auflagen auf die Dauer von drei Jahren zur Bewährung aus.

In der Zeit vom 26. September bis 15. November 2006 war der Angeklagte mit seinem Vater in Werne und Nachbarorten mehrmals auf Diebestour. Eingestiegen wurde in Bauwagen oder Lagerhallen verschiedener Baufirmen, so unter anderem auch bei einer Baufirma im Wahrbrink.

Nachdem ein Bruder des Angeklagten entsprechende Tipps gegeben hatte, musste der Angeklagte auf Drängen seines Vaters bei den Einbrüchen Schmiere stehen und beim Abtransport des Diebesgutes behilflich sein.

30 000 Euro Schaden

Für seine Dienste erhielt der Angeklagte je nach Ausbeute zwischen 50 bis 200 Euro. Gestohlen wurden Schlagbohrer, Kettensägen, Heckenscheren, Laubsauger und sonstige Gegenstände, die im Landschaftsbau zu gebrauchen waren. Der Vater des Angeklagten setzte das Diebesgut über Hehler ab. Der angerichtete Schaden aus den Diebstählen, an denen der Angeklagte beteiligt war, beläuft sich auf etwa 30 000 Euro.

"Reingezogen"

In der Hauptverhandlung gestand der Angeklagte seine Tatbeteiligungen voll ein. Er sei von seinem Vater in die Diebstähle "reingezogen" worden. Wenn er sich geweigert habe, habe sein Vater "sauer" reagiert. Im Übrigen habe er sich aber auch seinem Vater gegenüber verpflichtet gefühlt. Vor Gericht versprach der Angeklagte, sich zukünftig nicht mehr an Diebestouren seines Vaters zu beteiligten. Der Vater muss sich in nächster Zeit wegen 36-fachen Diebstahls vor dem Landgericht Dortmund verantworten.

Mit seinem Urteil blieb das Gericht erheblich unter dem Antrag des Staatsanwalts, der 20 Monate Freiheitsstrafe gefordert hatte. Noch in der Hauptverhandlung nahm der Angeklagte nach Rücksprache mit seinem Verteidiger das Urteil an.

Anzeige
Anzeige