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Der Elch lässt Werne warten

WERNE Etwas enttäuscht sind Baudezernentin Monika Schlüter und Wirtschaftsförderer Rainer Kröber schon: Der Elch lässt Werne warten, die Konzernleitung von Ikea hat die Entscheidung über den Neubau eines Lagers im Wahrbrink vertagt.

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Der Elch lässt Werne warten

Riesig ist schon das bestehende Ikea-Lager. Ob Ikea die neue Halle aber tatsächlich in Werne baut, ist noch offen.

Zunächst hatte der Möbelriese einen Standortbeschluss für das Frühjahr, dann für den Frühsommer angekündigt. Beim jüngsten Gespräch mit der Stadt Werne im Juli habe sich Ikea dann allerdings nicht mehr auf einen Termin für eine Entscheidung festlegen wollen, berichtete Rainer Kröber.

Das Unternehmen wolle zunächst noch eine Zeitlang die weitere Geschäftsentwicklung abwarten - und zwar europaweit. Ikea wolle offensichtlich erst dann, wenn die Stoßrichtung für die weitere Expansion klar sei, einem der drei in Frage kommenden Standorte für eine Lagererweiterung den Zuschlag erteilen. Kandidaten sind neben Werne auch noch Erfurt und Salzgitter

Riesige Halle

"Wir hatten eigentlich auf eine klare Aussage gehofft", so Rainer Kröber, zumal Ikea bereits grobe Skizzen für das Millionen-Projekt vorgelegt habe. Diese sehen, so Kröber, "eine Halle mit riesigen Ausmaßen" auf der Westseite der L518n, also genau gegenüber dem jetzigen Ikea-Lager, vor. Das Gebäude wurde entgegen den früheren Plänen in Nord-Süd-Richtung "gedreht", um nicht mit der dort vorhandenen Hochspannungsleitung in Konflikt zu geraten. Die Zufahrt soll über den bereits bestehenden Kreisverkehr erfolgen.

Hausaufgaben gemacht

Für die Verwirklichung dieser Pläne benötigt das Unternehmen 28 Hektar Land, von denen die Stadt laut Rainer Kröber 16,5 Hektar besitzt; die restlichen 11,5 Hektar müssten noch erworben werden. Das sei aber wahrscheinlich recht unkompliziert, weil sich die Fläche "in einer einzigen Hand" befinde und der Eigner wohl zum Verkauf bereit sei. Planungsrechtlich dürfte die Lager-Erweiterung ebenfalls keine gravierenden Probleme bereiten. "Wir haben nämlich unsere Hausaufgaben längst gemacht", versichert Rainer Kröber: Die Stadt habe bei der Bezirksregierung die Aufnahme von insgesamt 40 Hektar Gewerbefläche zwischen dem jetzigen Lager und dem Romberg im neuen Gebietsentwicklungsplan durchgeboxt.

Dieses Terrain darf jedoch ausschließlich für Ikea genutzt werden. Sollte sich der Konzern gegen Werne entscheiden, darf dort kein anderes Gewerbe angesiedelt werden.

"Wir hoffen natürlich, dass Ikea seinen Standort in Werne stärkt", sagt Rainer Kröber, " vielleicht noch in diesem Jahr."

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