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Die dunkle Vergangenheit eines Kinderschänders

WERNE "Mich sehen sie hier nie wieder, das verspreche ich ihnen." Mit diesen Worten verabschiedete sich ein Kinderschänder (60) aus Werne gestern von der 31. Strafkammer des Dortmunder Landgerichts. Zuvor hatten ihn die Richter zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Eine Strafe, die dem Mann trotzdem Hoffnung lässt.

Die dunkle Vergangenheit eines Kinderschänders

750 Euro muss der verurteilte Stiefvater zahlen.

Wenn sich der ehemalige Kneipenwirt in den nächsten Wochen tatsächlich wie angekündigt um einen Therapieplatz bemüht und die Behandlung anschließend auch durchzieht, könnte ihm der Gang ins Gefängnis sogar gänzlich erspart bleiben. Zunächst ist das jedoch alles Zukunftsmusik. Gestern stand erst einmal die dunkle Vergangenheit des 60-Jährigen im Mittelpunkt.Jungen  unter 14 Jahren

Es war 1999, als der Werner in einer Dortmunder Homosexuellen-Kneipen seine ersten Kontakte zu ausländischen Jungen knüpfte. Dass einige von ihnen vor dem Gesetz noch als Kinder galten, weil sie noch keine 14 Jahre alt waren, wusste er. So hat er es gestern zugegeben.

Trotzdem nutzte der Angeklagte die Situation aus und ließ in der Folgezeit immer mehr Jungen in seiner Wohnung in Werne ein- und ausgehen.

Im Prozess sprach er gestern davon, er habe die Situation als "Schlaraffenland" empfunden. Er sagte aber auch: "Die haben mich ausgenutzt, weil ich so doof war." Unter den Jungen habe damals ein Spruch kursiert: "Geh zum Manni, und du kriegst einen Zwanni..."

Kinder bekamen Drogen

In die Strafe flossen schließlich auch mehrere Drogen-Delikte ein. Der 60-Jährige hatte zusammen mit den Jungen Joints geraucht und ab und zu auch Drogen an die Kinder verkauft.

"Man hätte leicht auch sechs Jahre verhängen können", hieß es schließlich in der Urteilsbegründung. Die Tatsache jedoch, dass der Mann alles zugegeben und den Opfern damit eine Zeugenaussage erspart habe, lasse die Strafe milder ausfallen.

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