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Dramatischer Reitunfall in Münster

HERBERN/MÜNSTER Schwerer Zwischenfall beim Einlaufspringen des K+K-Cups in Münster: Beim Einreiten in die Halle verletzte sich Anna Vorspohls Pferd Polyfee schwer. Die Reiterin aus Herbern erlitt einen Schock, weinte heftig.

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Dramatischer Reitunfall in Münster

Anna Vorspohl auf Polyfee.

Anna Vorspohl wollte mit der Stute in den Parcours einreiten – Polyfee scheute. Als sie geführt werden sollte, scheute sie erneut, stieg hoch, verkantete sich mit einem Huf an der Begrenzung und fiel auf den Rücken. Polyfee stürzte auf eine hölzerne – mitunter spitze – Werbebande und zog sich am dem eisernen, durch den Sturz umgebogenen Fuß der Bande einen heftig blutenden Riss in der Bauchdecke zu. Zum Glück passierte nicht mehr, obwohl zahlreiche Besucher die Abreitehalle mit den vielen Ständen bevölkerten.

Dr. Michael Dahlkamp leistete erste Hilfe

Dr. Michael Dahlkamp, selbst Tierarzt und Vorspohls Mannschaftskollege, leistete erste Hilfe – der Turnierarzt war nicht sofort auffindbar, er war offenbar auf dem Außengelände unterwegs. Polyfee scheute wohl durch einen übergroßen TV-Screen, der direkt über dem Eingang zum Parcours angebracht ist, bevor man durch einen tunnelartigen Durchgang in den Springparcours gelangt.

„Es könnte schlimmer aussehen, als es tatsächlich ist“, meinte ein sichtlich erschütterter Altkreisvorsitzender Josef Wacker. Polyfee wurde gestern Nachmittag noch in die Tierklinik Telgte gebracht, wo die Risswunde am Bauch versorgt wurde.

Sportlich ein Verlust

Auch sportlich war der Ausfall des Herberner Reiterpaares ein schwerer Verlust für die Lüdinghausener Equipe. „Anna Vorspohl und Polyfee waren eine sichere Bank, sie wäre mit Sicherheit in der Mannschaft geritten“, meinte Oliver Schaal, der das LH-Team auf dieses Mannschaftsspringen vorbereitet hatte.

Polyfee gehört zu einer bekannten Pferdefamilie. Sie ist eine Vollschwester der gleichnamigen Stute, die Lutz Gripshöver auf vielen internationalen Turnieren so viele Erfolge brachte.

Absperrgitter alles andere als stabil

„Da sind schon so viele Pferde durchgegangen, ohne jeden Zwischenfall, aber so etwas kann mal passieren, es handelt sich schließlich um Tiere, “ so Turnierchef Bernd Schulze Brüning. Tatsache ist auf jeden Fall, dass die Absperrgitter beim Durchgang alles andere als stabil waren. Auch die große Leinwand irritierte einige Pferde, die dann in den Parcours geführt werden mussten.

Auch die Zustände auf dem Abreiteplatz sorgten bei vielen Aktiven für Unverständnis. 30 Reiterpaare wurden auf dem kleinen Gelände gezählt, eindeutig zuviele - es wurde nicht kontingentiert wie bei anderen Hallenturnieren

 

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