Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Audi A3 steht seit Monaten am Hansaring

Ein schwarz-gelber Schandfleck auf dem Seitenstreifen

Werne Schon seit Monaten steht ein Audi A3 auf einem Seitenstreifen am Hansaring in Werne. Bewohner nervt’s – sie haben das Auto bei der Stadt gemeldet. Und jetzt? Was passiert mit dem Wagen? Und wo ist der Besitzer? Wir haben nachgefragt.

Ein schwarz-gelber Schandfleck auf dem Seitenstreifen

Kein ansehnliches Bild gibt der Audi ab. Seit mindestens Dezember steht der gelbe Pkw bereits am Hansaring. Das Ordnungsamt der Stadt hat den Fahrzeughalter mehrmals kontaktiert. Darauf reagiert hat der Eigentümer nicht. Foto: Andrea Wellerdiek

Es ist ein schwarz-gelber Schandfleck: Seit Monaten steht ein Audi A3 auf dem Seitenstreifen an der Kreuzung Hansaring/Lippestraße. Niemand bewegt das Fahrzeug, auf dem gelben Lack haben sich mittlerweile schon schwarze Flecken gebildet. Das stört einige Anwohner, die sich daraufhin beim Ordnungsamt gemeldet haben. Darf das Auto einfach dort stehenbleiben? Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Fall:

Darf das Auto überhaupt dort parken?

Solange das Fahrzeug angemeldet ist, dürfen Autofahrer ihren Pkw auf dem Seitenstreifen parken. Dabei darf keine Gefahr von dem Auto ausgehen, etwa wenn es demoliert wurde. „Wenn von einem Fahrzeug eine Gefahr ausgeht – zum Beispiel, wenn die Fensterscheibe eingeschlagen ist – werden wir sofort tätig. Dann wird das Auto direkt abgeschleppt“, erklärt Jürgen Menke vom Ordnungsamt der Stadt Werne. Der Audi ist allerdings nicht angemeldet, wie Menke erklärt.

Wie lange steht der Audi denn schon dort?

Das ist seit mindestens Mitte Dezember der Fall. „Noch vor Weihnachten wurde der Eigentümer zum ersten Mal darum gebeten, sein Fahrzeug abzuholen“, sagt Jürgen Menke.

Seitdem ist aber nichts passiert. Was kann das Ordnungsamt noch tun?

Nachdem Verantwortliche des Ordnungsamtes zunächst einen Vermerk an dem parkenden Pkw angebracht haben, hat der Fahrzeughalter etwa 14 Tage Zeit, zu reagieren. Danach erfolgt eine Nachkontrolle. Ist die Frist verstrichen und hat sich immer noch nichts getan, informiert das Ordnungsamt den Halter postalisch. Dem Fahrzeughalter des Audi A3 habe das Ordnungsamt bereits drei Schreiben mit gewissen Fristen geschickt. „Aber er hat sich bis heute nicht gemeldet“, erklärt Menke.

Muss das Ordnungsamt konsequenter eingreifen, wenn sich der Fahrzeughalter weiterhin nicht meldet?

Ja. Wenn sich der Fahrzeughalter auch auf den letzten Bescheid nicht meldet, wird sein Auto abgeschleppt. „Ende April ist das Auto weg“, sagt Jürgen Menke. Nun kann der Fahrzeughalter entscheiden, ob er seinen Audi abholt oder selbst abschleppen lässt. Tut er das nicht, informiert das Ordnungsamt den Abschleppdienst. Und das kann teuer werden.

Zunächst geht die Stadt in Vorleistung, um den Pkw abzuschleppen. Dann entscheidet der Experte, ob das Auto verschrottet wird. Diese Kosten plus einem entsprechenden Gebührenbescheid stellt das Ordnungsamt dem Fahrzeughalter in Rechnung. Etwa 300 bis 350 Euro werden dabei etwa zusammenkommen, schätzt Jürgen Menke.

Hat die Stadt häufiger Probleme mit vermeintlich herrenlosen Fahrzeugen?

Nein. In der Regel entfernen die Eigentümer ihr Fahrzeug gleich, nachdem sie den ersten Bescheid des Ordnungsamtes erhalten haben. In 97 Prozent der Fälle seien die Autos in kürzester Zeit wieder verschwunden, so Menke. Etwa zweimal jährlich melden Bürger Fahrzeuge bei der Stadt, die lange auf einer Stelle parken. Solch einen Extremfall wie jetzt bei dem gelben Audi käme allerdings sehr selten vor.

Anzeige
Anzeige