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Evonik: Zweiter Kraftwerksblock in Lünen unwahrscheinlich

LÜNEN/WERNE Was sich schon vor Wochen andeutete, ist jetzt Tatsache: Evonik will in Herne vorerst keinen neuen Steinkohlekraftwerksblock errichten. Damit wird auch immer unwahrscheinlicher, dass in Lünen gebaut wird. Das Kraftwerksprojekt in Lünen ist auch in Werne umstritten.

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Evonik: Zweiter Kraftwerksblock in Lünen unwahrscheinlich

Gibt es Schließungspläne für das Lüner Steag-Kraftwerk?

„Die Basis für eine wirtschaftliche Realisierung des Projekts ist derzeit aus Sicht von Evonik nicht gegeben“, teilte der Konzern heute zur Absage des 700 Megawatt-Blocks Herne 5 mit. Eine Absage mit vorläufigem Charakter, wie Evonik offiziell betont. Man wolle sich „die konkreten Möglichkeiten für den Bau eines neuen Blocks in Herne weiter offen halten und kurzfristig einen Baubeschluss treffen können“, sollten sich die Rahmenbedingungen wieder verbessern.

Erhöhtes Preisniveau für den Bau

Als Gründe für den (vorläufigen?) Abschied vom Herner Projekt nennt Evonik das erhöhte Preisniveau für den Bau von Kraftwerksanlagen sowie die von der EU-Kommission vorgeschlagene vollständige Versteigerung von CO 2-Zertifikaten auch für Neuanlagen nach 2012. Wenn schon in Herne nicht gebaut wird, dann wohl in Lünen erst recht nicht, so die allgemeine Einschätzung heute in der Lippestadt. Denn das Herner Kraftwerksprojekt war in der Vorbereitung weit fortgeschrittener als das Lüner. Und ein 850 MW-Block, wie er als Erweiterung des bestehenden Lüner Steinkohlekraftwerks geplant war, dürfte derzeit kaum wirtschaftlicher zu errichten sein als in Herne.

Weiterhin in der Projektentwicklung

Evonik-Sprecherin Barbara Müller erklärte dazu allerdings auf Anfrage: „Wir sind bei Lünen weiterhin in der Projektentwicklung.“ Nur: Als die Ruhr Nachrichten vor wenigen Wochen über die Kostenexplosion für das Kraftwerksprojekt in Herne berichteten, hatte eine andere Evonik-Sprecherin betont, man gehe von einer planmäßigen Realisierung von Herne 5 aus. Das war Anfang Januar. Keinen Monat später erklärte Evonik heute das vorläufige Aus für Herne 5.

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