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Fällaktion ist angelaufen

WERNE Es bleibt dabei: 1400 Quadratmeter des Stadtwaldes werden für die Erweiterung des Krankenhaus-Parkplatzes abgeholzt. Am Montag begannen die Motorsägen ihr Werk.

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Fällaktion ist angelaufen

Für die Erweiterung des Parkplatzes (links) muss ein Teil des Stadtwaldes gerodet werden.

Bürgermeister Rainer Tappe und Krankenhaus-Geschäftsführer Michael Goldt sahen keinerlei Veranlassung die Arbeiten zu stoppen, wie es CDU-Fraktionschef Paul-Heinz Kranemann vehement gefordert hatte. Mit Unterstützung des Technischen Leiters des Hospitals, Rüdiger Bolesta, und Gisbert Bensch von der städtischen Umweltabteilung begründeten sie gestern in einem eiligst einberufenen Pressegespräch nochmals die Notwendigkeit der Abholzaktion.

Die Rasenfläche östlich des Parkplatzes müsse als Vorratsfläche für eine spätere Erweiterung des Hospitals bewahrt werden, eine Parkpalette, wie von Kranemann vorgeschlagen, sei nicht finanzierbar. "Die kostet das Vier- bis Fünffache", so Tappe. Außerdem, ergänzte Goldt, sei ein Parkdeck sicher störender in der Landschaft als ein ebenerdiger Parkplatz.

Noch ein Argument führte Gisbert Bensch an: "Die Parkplatzerweiterung, so wie sie jetzt vorgenommen wird, ist verkehrstechnisch die einzig sinnvolle Lösung." Autos gegebenenfalls ums Krankenhaus zu führen, Patienten und Besuchern lange Wege zuzumuten, könne nicht gewollt sein.

"Unbürokratisch agiert"

Stadt- und Krankenhausvertreter betonten erneut, dass der Waldsaum auf dem krankenhauseigenen Grund ja nicht ersatzlos gerodet, sondern im Verhältnis 1:2 im Bereich der Bahnline mit hochwertigen Gehölzen wieder aufgeforstet werde.

Ausgesprochen gereizt reagierte Tappe auf den Vorwurf Kranemanns, er zeige kein Verständnis für die Umwelt und hätte bei einem solchen Eingriff in den Stadtwald den Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (auch zuständig für Umweltfragen) einschalten müssen. "Es muss auch Entscheidungen geben, die der Bürgermeister alleine fällen kann", sagte Tappe. Es werde doch sonst bei jeder Gelegenheit von der Verwaltung verlangt, schnell und unbürokratisch zu agieren. Das sei hier geschehen.

Und selbstverständlich habe man bei der Entscheidung in Absprache mit den anderen Behörden wie dem Forstamt alle gesetzlich vorgeschriebenen Wege eingehalten. Im Übrigen, so Tappe, könne die Stadt über die Existenz des florierenden Krankenhauses froh sein. Als zweitgrößter Arbeitgeber der Stadt sei das Haus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und müsse gefördert werden.

"Wir sind heilfroh, dass die Stadt so schnell reagiert hat", erhielt der Bürgermeister Rückendeckung von Michael Goldt. Angesichts der steigenden Patientenzahlen und des bevorstehenden Winters würde die vorhandenen Stellplätze auf keinen Fall mehr ausreichen.

    

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