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Grünlicher Belag trübt die Freude am Krankenhaus-See in Werne

Krankenhaus-See veralgt

Der Krankenhaus-See dient nicht nur als grüne Oase für Patienten. Auch zahlreiche andere Werner gehen an der idyllischen Wasserfläche gerne spazieren. Im Moment machen sich viele Sorgen.

Werne

von Jörg Heckenkamp

, 26.06.2018
Grünlicher Belag trübt die Freude am Krankenhaus-See in Werne

Der Krankenhaus-See ist in diesem Jahr stark veralgt. Vermutlich trug das extrem warme Frühjahr dazu bei. © Jörg Heckenkamp

Unansehnliche, grünliche Beläge auf der Oberfläche und schlammig wirkende Wucherungen unter Wasser beunruhigen den ein oder anderen Besucher des Sees am Christophorus-Krankenhaus. „Das stimmt“, sagt Rüdiger Bolesta, technischer Leiter des Krankenhauses, auf Anfrage, „mich haben auch schon einige Leute darauf angesprochen“.

Tatsächlich sei die Algenblüte in diesem Jahr besonders stark, sagt Bolesta. Das hänge wohl mit dem warmen Frühjahr zusammen. „In den Vorjahren konnten wir solche Wucherungen nicht beobachten.“

Grünlicher Belag trübt die Freude am Krankenhaus-See in Werne

Spaziergänger sind beunruhigt über die vielen grünlichen Beläge. Doch die Wasserqualität ist im Moment noch in Ordnung. © Jörg Heckenkamp

So besorgniserregend der Anblick auch sein mag: Die Wasserqualität ist noch so eben im grünen Bereich. Das hat Bolesta sogar schriftlich. Denn in einem Projekt mit einem Biologie-Kurs des benachbarten Christophorus-Gymnasiums haben die Schüler das Gewässer untersucht. Fazit ihres Forschungsprojektes: Bei einer Ampel-Wertung rangiere der See noch so eben im grünen Bereich, Tendenz zu Gelb.

Erste Begutachtung vor drei Monaten

Eine erste grobe Untersuchung hat Bolesta bereits vor etwa drei Monaten initiiert. Eine Mitarbeiterin der Ökologiestation Heil habe sich den See angeschaut und Entwarnung gegeben. Bolesta: „Allein anhand der Wasserlebewesen wie Muscheln, Krebse und Fische kann man ablesen, dass das Wasser soweit in Ordnung ist.“

Grünlicher Belag trübt die Freude am Krankenhaus-See in Werne

Die Ausscheidungen der Wasservögel, hier die Kanada-Gänse, sind nur der kleinere Teil des Problems. © Jörg Heckenkamp

Aber Vorsicht heißt die Mutter der Porzellan-Kiste. Und bevor der See plötzlich kippt, will Bolesta auf Nummer sicher gehen. „Wir haben bei einem Prüfungslabor eine Untersuchung der Wasserqualität in Auftrag gegeben“, sagt der technische Leiter. Das Labor habe bereits Proben entnommen, „nun warten wir auf die Ergebnisse“.

Die zahlreichen Enten und Gänse sieht Bolesta nicht als Hauptauslöser für die Veralgung. Vielleicht trügen sie einen kleinen Teil zur Verminderung der Wasserqualität bei, aber: „Die Tiere gab es auch schon in den Vorjahren, als wir diese Algenproblematik noch nicht hatten.“