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Hohe Erwartungen bremsen

Werne 2004 schloss die Stadt aus Kostengründen das Freibad Stockum. Eine Folgenutzung ist trotz einer Beispielplanung des SV Stockum nicht absehbar. Die städtische Baudezernentin Monika Schlüter (Foto) stellte sich dazu den Fragen von Hubert Kramer.

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Hohe Erwartungen bremsen

Baudezernentin Monika Schlüter

Hallo Frau Schlüter, der SV Stockum hat Berechnungen vorgelegt, wonach eine Freizeitanlage auf dem Gelände des ehemaligen Freibades 850 000 Euro kosten würde. Ist ein solches Projekt überhaupt finanzierbar?

Schlüter: Schwer zu sagen. Letztendlich wird das davon abhängen, wie viel Geld die Stadt in die Hand nehmen müsste. Darüber müssen wir uns einen genauen Überblick verschaffen.

Was ist mit den EU-Mitteln, die es für solche Projekte geben soll?

Schlüter: Da herrscht Unklarheit. Es kursieren Informationen, wonach die EU bis zu 75 Prozent der Gesamtkosten als Zuschuss zahlt. Das ist aber noch sehr vage.

Wann können denn die Mittel beantragt werden, schon jetzt in der Vorplanungsphase, wie es der SV Stockum sagt?

Schlüter: Auch da haben wir noch keine Erfahrung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir nicht zunächst die Finanzierung des Eigentanteils belegen müssen, bevor wir EU-Mittel einfordern können. Das werden wir aber jetzt prüfen, übrigens genauso wie die Frage, ob gewerbliche Freizeitanlagen überhaupt gefördert werden.

Der SV Stockum hat Ihnen vorgeworfen, in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses entgegen einer Absprache Einzelheiten der Planung ausgeplaudert haben.

Schlüter: Ich habe nun wirklich keine Details berichtet. Mir ging es in besagter Sitzung darum, zu hohe Erwartungen zu bremsen. Wir müssen sehen, was überhaupt möglich ist.

Sie setzen also nach wie vor auf die Zusammenarbeit mit dem SV Stockum?

Schlüter: Ja, natürlich! Wir werden über dieses Projekt weiterhin miteinander reden.

Was passiert nun?

Schlüter: Der erste Schritt ist, konkrete Informationen über die EU-Förderung hereinzuholen. Das wird die Sportabteilung unserer Stadtverwaltung übernehmen. Dann müssen wir uns erneut zusammensetzen und beratschlagen. Eines aber muss klar sein: Jährlich 60 000 Euro ( Anmerkung der Redaktion: So hoch war der jährliche Zuschuss der Stadt für das Freibad Stockum ) oder gar mehr kann die Stadt für die Nutzung des Freibad-Geländes sicherlich nicht aufbringen.

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