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Kinder vor sexuellem Missbrauch schützen

WERNE „Wie schütze ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch?“ Eine Antwort auf die Frage lieferte Kriminalkommissarin Petra Landwehr am Mittwoch. Im Kindergarten St. Josef riet sie den Eltern, das Verhalten ihrer Kinder zu prüfen.

Kinder vor sexuellem Missbrauch schützen

„Wie schütze ich mein Kind vor sexuellen Missbrauch?“ Auf Anregung von Eltern initiierte Stephanie Kißmann (l.) in Zusammenarbeit mit Petra Landwehr einen Info-Abend in der KiTa St. Josef.

„Mein Kind ist so still geworden!“ Wenn sich das Verhalten eines Kindes merklich ändert, seine Lebensumstände aber nahezu gleichgeblieben sind, „sollten sie genau schauen, woran es liegt", sagte Petra Landwehr vom Kommissariat Vorbeugung im Kreis Unna.  Darin informierte sie die Eltern über Täter und deren Motive und was Eltern tun können, um einem Missbrauch vorzubeugen.

 Das schwächste Glied der Gesellschaft

„Die Täter sind meist unauffällig und kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten“, so Landwehr. Nahezu 95 Prozent seien aus dem nahen sozialen Umfeld und rund ein Viertel weiblich. Der Angriff auf das „schwächste Glied der Gesellschaft diene nicht vordergründig der sexuellen Befriedigung, sondern gebe dem Täter ein Machtgefühl. Er plane seine Tat und teste über einen längeren Zeitraum aus, wie weit er sich seinem potentiellen Opfer nähern kann, ohne zurückgewiesen zu werden.

Prävention

Und hier setze die Prävention an.  „Beachten sie schon früh die Körpersprache ihres Kindes“, riet die Beamtin. Abwehrende Haltungen gegenüber Berührungen anderer sollten ernst genommen werden. „Ein Kind muss bei körperlicher Annäherung „Nein“ sagen dürfen. Wichtig sei auch das Verhalten Fremden gegenüber. „Erklären Sie ihrem Kind, dass es nur dann mit anderen Menschen mitgehen darf, wenn Sie davon wissen“, nannte Petra Landwehr eine Vorbeuge-Maßnahme.

Die Zahl der angezeigten Missbräuche stagniere in den letzten Jahren. Landwehr verwies auf die Dunkelziffer. „Was allerdings zugenommen hat, sind die angezeigten Fälle von Exhibitionismus.“ Für Informations- und Beratungsgespräche stehen im Kreis Unna zahlreiche Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern, die Jugendämter und das Kreisgesundheitsamt zur Verfügung.

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