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Kosten für die Radstation sind explodiert

WERNE Erst sollte sie "nur" 284 000 Euro kosten, dann stieg die Summe schnell auf 354 000 Euro, jetzt zeigt die Endabrechnung: Die Radstation am Bahnhof ist noch einmal deutlich teurer geworden.

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FDP-Fraktionsvorsitzender Christoph Dammermann übergibt sein Ratsmandat an Dr. Waltraud Wyborski.

Monika Schlüter, Baudezernentin.

 

Nicht nur deshalb sind Politiker verstimmt. Sie ärgern sich auch darüber, dass diese Information heute im nichtöffentlichen Teil des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung gegeben werden sollte.

Inzwischen hat die Stadt auf entsprechende Kritik des FDP-Fraktionsvorsitzenden Christoph Dammermann reagiert. "Ich denke, wir werden das in den öffentlichen Teil der Sitzung ziehen", sagte Baudezernentin Monika Schlüter.

Bau hat wesentlich mehr Gelder verschlungen

Gegenüber unserer Zeitung bestätigte sie, dass der Bau der Radtstation wesentlich mehr Gelder verschlungen hat als ursprünglich vorgesehen. "Wir liegen jetzt bei genau 406 733 Euro", so die Baudezernentin, "in dieser Summe ist aber alles drin."

Alles: Das bedeutet ihren Angaben zufolge nicht nur die Fahrradhalle mit Aufenthaltsraum und Toiletten der 284 000 Euro-Planung. Auch der Sozialtrakt - Schlüter: "Von der Größe eines Einfamilienhauses." - sei in der Schlussabrechnung enthalten. Dieser Zusatz habe die Summe auf 354 000 Euro getrieben.

Undglücklich sei allerdings gelaufen, dass der Untergrund der Radstation sich als nicht tragfähig genug erwiesen habe. Was einen Nachschlag von 71 000 erforderlich gemacht habe und die Endsumme auf 425 000 Euro gehievt hätte. Durch Abspecken der Planung sei man jetzt auf besagte 406 733 Euro gekommen.

"Skandal erster Güte"

"Wer hat das eigentlich beschlossen?", kritiserte Christoph Dammermann. Zwar sei eine Dringlichkeitsentscheidung über den Anstieg auf 354 000 Euro gefallen, allerdings erst zehn Monate nach dem Bauantrag. "Warum ist darüber gar nicht diskutiert worden, ob wir die Radstation zu den gestiegenen Kosten überhaupt noch wollten?", so der FDP-Fraktionschef.

Mit der abermaligen Verteuerung hätten sich die ursprünglichen Kosten für die Stadt - 2000 000 Euro gab es als Landeszuschuss - von 84 000 Euro mittlerweile verzweieinhalbfacht. Insgesamt für Dammermann "ein Skandal erster Güte". Mit diesem Geld könne man den knapp zehn Fahrrrädern, die an Werktagen in der Radstation abgestellt würden, "goldene Käfige" bauen.

 

Der öffentliche Teil der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung beginnt am heutigen Dienstag, 23. Oktober, um 17.30 Uhr im Stadthaus.

 

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FDP-Fraktionsvorsitzender Christoph Dammermann übergibt sein Ratsmandat an Dr. Waltraud Wyborski.

Monika Schlüter, Baudezernentin.

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