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Keine plattdeutschen Ortsschilder

Mangelnde Unterstützung für Platt auf Werne-Schildern

Werne Ortsschilder mit plattdeutschem Zusatz wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Die Idee des Heimatvereines Werne liegt erst einmal auf Eis. Der Grund ist simpel.

Mangelnde Unterstützung für Platt auf Werne-Schildern

Das wird nichts – der Heimatverein Werne hat seinen Antrag auf plattdeutsche Ergänzungen auf den Ortsschildern zurückgezogen. Foto: Dominik Gumprich

„Wir sind mit unserem Vorschlag auf wenig Gegenliebe bei der Politik gestoßen“, sagt Josef Funhoff, 2. Vorsitzender des Heimatvereins, auf Anfrage. Also kein plattdeutscher Zusatz „Wäen an de Lipp“ auf den Werner Ortsschildern.

Er berichtet, dass der Heimatvereins-Vorsitzende und ehemalige Bürgermeister Willi Lülf bei seinen Sondierungen offenbar wenig Zustimmung von Politikern aller Couleur erfahren hätte.

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Sollten die Ortsschilder in Werne den plattdeutschen Zusatz "Wäen an de Lipp" bekommen?

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Und das, obwohl der Heimatverein sich für eine preiswerte Umgestaltungs-Variante ausgesprochen hatte. Er hatte vor, den Schriftzug „Wäen an de Lipp“ als günstige Folie auf vorhandene Schilder zu kleben. Erst wenn die Schilder irgendwann einmal ausgetauscht werden müssten, sollte die Schrift fest aufgedruckt werden.

„Plattdeutsch gehört zu Werne und dem Münsterland“

Josef Funhoff bedauert die Absage sehr: „Für mich gehört das Plattdeutsche zu Werne und zum Münsterland.“ Es werde sehr stiefmütterlich behandelt, im Gegensatz um Rheinischen. Funhoff: „Ich habe das Gefühl, das Kulturgut Plattdeutsch wird hier nicht genug unterstützt.“

Ausgangspunkt für den Antrag des Heimatvereins Werne an den Stadtrat war ein Erlass des Ministeriums für Heimat und Kommunales. Kurz vor Weihnachten 2017 verfasste das Ministerium ein Schreiben an die Bezirksregierungen, das Zusatzbezeichnungen – eben auch in Plattdeutsch – auf Ortsschildern zulässt.

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