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RSC Werne enttäuscht über Teilnehmerzahl

Radtouristik: Nur 350 Starts

Sichtlich enttäuscht zeigte sich RSC-Pressesprecherin Monika Biermann am Sonntagmorgen über die geringen Startzahlen bei der Radtouristik. Die Gründe dafür sind vielfältig.

WERNE

von Verena Schafflick

, 10.06.2018
RSC Werne enttäuscht über Teilnehmerzahl

Die Laune war gut bei den Radfahrern der Radtouristik. Auch wenn die Organisatoren sich wegen der geringeren Anmeldezahlen etwas enttäuscht zeigten. Über die Gründe dafür wolle man nun reden. © Verena Schafflick

Das ist keine gute Zahl", sagte Biermann etwas ernüchtert. Man wolle noch abwarten, wieviele Radfahrer an der Strecke einsteigen und dann sich noch nachmelden. Aber von Anmeldezahlen bis zu 500 Radfahrern wie in den Vorjahren war man weit entfernt.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen das Wetter. Bis 9 Uhr am Sonntagmorgen konnten Radfahrer bei den langen Distanzen wie 112 und 155 Kilometer starten. Allerdings regnete und gewitterte es am Morgen um 8 Uhr noch. Biermann geht davon aus, dass das einige Radfahrer am Ende abgeschreckt hat.

Zum anderen fanden zeitgleich zwei weitere RTF-Veranstaltungen statt: In Oelde und in Oberhausen. Und am Samstag war die Radtouristik in Capelle. Der Termin war ungünstig. "Nächstes Jahr verlegen wir das wieder zurück in den Mai", kündigte Biermann an. In diesem Jahr musste die Radtouristik in den Juni verlegt werden, da der RSC Werne im Mai die NRW-Landesmeisterschaften erstmals zeitgleich mit dem 10. Poco-Cup ausrichtete.

Weniger Kinder und Jugendliche

Gerade bei der Kids & Family-Tour gab es starke Einbußen. Dort starteten gerade einmal drei Kinder. „Das kann vielleicht auch daran liegen, dass am Samstag der Stadtlauf war und die Kinder heute nicht schon wieder Sport machen wollten", mutmaßte die Pressesprecherin. Insgesamt bemerke man, dass das Interesse am RTF rückläufig sei: "Der Altersschnitt geht nach oben", erklärte Biermann.

Eine Vielzahl von möglichen Gründen, die einen kleinen Schatten über eine sonst tolle Veranstaltung warfen. Doch die Stimmung wollten sich die Organisatoren und auch Fahrer davon nicht kaputt machen lassen – was auch klappte. Schließlich hatte der RSC viel Zeit in die Planung der Radtouristik gesteckt. Zwei Tage lang wurden Strecken ausgeschildert und Buffets vorbereitet. Dann waren die freiwilligen Helfer am Sonntag von 6.30 bis circa 17.30 Uhr im Einsatz. Vom RSC Werne selbst startete niemand. Die rund 70 Helfer wurden am Sonntag beim Start, auf der Strecke oder an den Kontrollpunkten gebraucht. Um 15 Uhr trudelten nämlich die letzten Fahrer von den langen Distanzen ein. Gut sechs Stunden brauche man für die Strecke. „Die Fahrer radeln das mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 32 km/h", so Biermann. Diese Distanzen würden dann auch nur Experten fahren.

Viele Hobbyfahrer

Doch natürlich ist die Radtouristik nicht nur ein Treffen für Experten, sondern auch für Hobbyradler. So starteten circa 70 Fahrer mit Trekkingrädern sowie ein Tandem, ein Inklusivrad und ein Handrad. E-Bikes gingen auch ein paar an den Start. Doch dass es quasi einen Trend zum Elektrofahrrad gebe, habe man nicht gemerkt.

Übrigens: Durch die wenigen Fahrer hatten die freiwilligen Helfer weniger zutun. Was negativ klingt, hatte aber für Monika Biermann auch einen positiven Aspekt: "So konnte man sich mal unterhalten. Das gehört ja auch zum Vereinsleben dazu."