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SV Herbern derzeit nur Mittelmaß

HERBERN Fast schon ein wenig konsterniert zeigte sich SV Herberns Trainer Ralf Dreier am Sonntag unmittelbar nach der vermeidbaren 1:2-Niederlage beim Bezirksliga-Aufsteiger SC Füchtorf. "Wir sind derzeit einfach zu blöd. Die Mannschaft hat zu 95 Prozent das Spiel dominiert und zwei Fehler gemacht, die gleich zu Toren geführt haben", so Dreier.

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Timmy Schütte.

Herberns Coach Ralf Dreier hat Grund genug, sorgenvoll drein zu blicken. So richtig rund läuft es bei seinem Team nämlich nicht.

Einfach nur Pech? "Es ist auch ein bisschen Unvermögen, wenn du vorne nicht in der Lage bist, beste Chancen in Tore umzumünzen. Hinten sind wir in dieser Saison leider nicht mehr so stabil wie im letzten Jahr", meint Ralf Dreier. Der Beweis: Nur zwei von zwölf Saisonspielen bestritt die Dreier-Elf bisher ohne Gegentor (4:0 am 26.8. in Bad Sassendorf, 3:0 am 16.9. zuhause gegen Hoetmar).

Zu wenig für eine Spitzenmannschaft. Nach gut einem Drittel der Saison liegt der SVH mit Platz neun im Niemandsland der Tabelle der Bezirksliga 9. An einen Aufstieg, mit dem nach der starken letzten Saison und der Vize-Meisterschaft in der Staffel 8 durchaus kokettiert wurde, ist derzeit nicht mehr zu denken.

"Über die Meisterschaft brauchen wir in der jetzigen Verfassung gar nicht mehr zu reden", spricht Ralf Dreier Klartext. Er geht sogar noch einen Schritt weiter: "Eigentlich können wir die Saison schon abhaken und müssen nur aufpassen, dass wir nicht unten reinrutschen."

Hier spricht die Tabelle eine klare Sprache: Mit 17 Punkten hat der SVH auf Tabellenführer SVA Bockum-Hövel zehn Punkte Rückstand, auf den ersten Abstiegsplatz mit Baris Spor Oelde dagegen "nur" sechs Punkte Vorsprung.

Bei der Ursachenforschung für die durchwachsene Leistung seiner Mannschaft hat der Trainer eines festgestellt. Dreier: "Es fehlt der Leader auf dem Platz, derjenige, der die anderen anfeuert und mitreißt. Wir bemühen uns zwar, spielen teilweise nicht schlecht, aber irgendwie fehlt die Galle."

Timmy Schütte trotz Grippe der beste Mann

Bezeichnender Weise stellt Dreier den beiden Einwechselspielern vom Sonntag das beste Zeugnis aus: "Obwohl Timmy Schütte Grippe geschwächt nur die letzten 15 Minuten zum Einsatz kam, hat er mehr bewegt als manch anderer in 90 Minuten. Und auch Marvin Bruland hat nach seiner Einwechslung vorne richtig Gas gegeben."

Der Trainer nimmt sich aber auch selbst in die Verantwortung: "Vielleicht habe ich der Mannschaft zu viel Druck auferlegt, als ich vor der Saison den Aufstieg als Ziel ausgegeben habe. Scheinbar ist das Team dem Druck noch nicht gewachsen."

Zumindest der Aufstiegs-Druck ist beim derzeitigen Tabellenstand erst einmal weg. Hoffentlich spielt der SV Herbern jetzt wieder etwas befreiter auf und findet so in die Erfolgsspur zurück.

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Timmy Schütte.

Herberns Coach Ralf Dreier hat Grund genug, sorgenvoll drein zu blicken. So richtig rund läuft es bei seinem Team nämlich nicht.

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