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Schildbürgerstreich an der Hermann-Löns-Straße

WERNE In einen Schildbürgerstreich fühlen sich Anwohner und LKW-Fahrer im Industriegebiet Baaken und Wahrbrink verwickelt. „Die LKW-Fahrer können nicht anders, als LKW-Verbotsschilder zu missachten“, stellten die Anlieger bei einer Ortsbegehung im Nachbarschaftskreis fest.

Schildbürgerstreich an der Hermann-Löns-Straße

Ärgerlich sind die Anwohner der Hermann-Löns-Straße.

Durch die Aufstellung verschiedenster Verbotsschilder entlang der Landwehrstraße kommt so mancher Fernfahrer ins Schleudern. Denn die dortige Beschilderung lasse teilweise keinen Schwerlastverkehr durch. Der Baaken sei dadurch als Industriegebiet nicht erschlossen, wie die Anlieger bemerkten.

"Um die hier ansässigen Firmen zu erreichen, müssen Fernfahrer, die aus Richtung Wahrbrink kommen, die LKW-Verbotsschilder leich dreimal missachten", so die Bürgerinitiative "Hermann-Löns-Straße".

Unterschriftenliste übergeben

Am Dienstag machten die Mitglieder Bürgermeister Rainer Tappe und Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch auf die Situation aufmerksam. Ihr Anliegen war aber ein anderes. Die BI überreichte eine Liste mit 100 Unterschriften für Tempo-30. "Um 4.30 Uhr ist die Nacht für uns zu Ende, die Gefahren für Kinder sind größer geworden und der Schwerlastverkehr hat zugenommen“, beklagten sich die Anlieger, die das alte Schild zurückfordern. Anfang des Jahres hatte die Stadt dort die zulässige Geschwindigkeit auf 50 km/h hochgesetzt (RN berichteten).

Das Anliegen soll bei einem Ortstermin besprochen werden. „Vielleicht können wir die Sache über den kurzen Behördenweg regeln“, machte Tappe den Anwohnern Hoffnung.

Die irreführende LKW-Beschilderung sei ein Nebeneffekt, auf das die BI bei dem Termin aufmerksam machen wolle. Außerdem fiel den Anwohnern negativ auf: Zulieferer, die aus dem Baaken wieder zurück in Richtung Wahrbink zur neuen Umgehungsstraße fahren wollen, werden durch das LKW-Verbotsschild an der Landwehrstraße am Linksabbiegen behindert. "Damit wird der Fernverkehr direkt zu uns in die Hermann-Löns-Straße gebeten", so die Anwohner.

Stadtverwaltung konnte nicht widersprechen

Die Stadtverwaltung hörte sich den Sachverhalt an und konnte nicht mal widersprechen. "Stellen wir keine Verbotsschilder auf, wird noch mehr gebrettert", lautete die Antwort. "Solange wir keine L518 n haben, müssen wir die 40-Tonner dort durchlassen", sagte Gisbert Bensch, Leiter des Tiefbauamtes.

Doch um den Anwohnern mit der Beschilderung nicht zu schaden, soll das Schild an der Landwehrstraße/Baaken abgebaut werden, wie die Stadt versprach.

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