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Umbau des Moormannplatzes verzögert sich bis ins kommende Jahr

Moormannplatz

Im Mai rechnete Tiefbauamts-Chef Bensch mit der Fördergeld-Bewilligung für den Umbau des Moormannplatzes für Anfang Juni. Er hat sich geirrt. Die Bewilligung fehlt. Aber etwas Ähnliches ist da.

Werne

von Jörg Heckenkamp

, 12.07.2018
Umbau des Moormannplatzes verzögert sich bis ins kommende Jahr

So könnte sich der Moormannplatz nach der Sanierung präsentieren. Statt der gepflasterten Wellen langgezogene Treppenanlagen und mehr ebene Flächen. © Büro Stadtraum

Die „Bescheinigung über den vorzeitigen Baubeginn“ läge mittlerweile schriftlich vor, sagte Gisbert Bensch am Donnerstag, 12. Juli 2018, auf Anfrage. Damit genehmigt die Bezirksregierung die vorbereitenden Schritte zum Umbau, obwohl die offizielle Bewilligung noch nicht vorliegt.

Zur Erläuterung:
  • Obwohl sich der Baustart gegenüber den ersten Planungen verzögert, spricht die Bezirksregierung von einer „Bescheinigung über den vorzeitigen Baubeginn“.
  • Damit ist aber nicht der eigentlich Baustart gemeint, sondern ein Vorgriff auf die noch ausstehende offizielle Finanz-Zusage der Bezirksregierung.
  • Ohne die darf eine Gemeinde ein solches Projekt nicht ausschreiben.

“Wir müssen jetzt die restlichen Arbeiten für die Ausschreibungs-Unterlagen machen“, sagte Bensch. Dann könne man Ende nächster/Anfang übernächster Woche die diversen Arbeiten öffentlich ausschreiben.

Die Firmen haben eine Frist, um sich zu bewerben. Dann startet das Auswahlverfahren. Das kostet alles Zeit. Der Tiefbauamtsleiter: „Nur, wenn alles ganz glatt läuft, könnten wir in der zweiten Septemberhälfte mit den Arbeiten beginnen.“

Umbau des Moormannplatzes verzögert sich bis ins kommende Jahr

Die geplante Sanierung des Moormannplatzes aus der Vogelperspektive. Das weiße Gebäude rechts ist die Stadtbibliothek. © Büro Stadtraum

Damit nimmt sie auch Rücksicht auf zwei wichtige Groß-Ereignisse in der Stadt: das Straßenfestival am 31. August/1. September sowie der Familien-Flohmarkt am 8. September.

Eigentlich hatte die Verwaltung als Startpunkt die Sommerferien ins Auge gefasst. Dann wären die Arbeiten auch höchstwahrscheinlich rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft abgeschlossen gewesen.

Umbau verzögert sich in die Wintermonate hinein

Daran ist jetzt nicht mehr zu denken. Im Gegenteil: Da die Tiefbau- und Pflasterarbeiten in die Wintermonate gehen, könnte es durch schlechtes Wetter zu weiteren Verzögerungen kommen. „Daher werden wir in der Ausschreibung eine Bauphase von sechs Monaten vorgeben“, sagt Bensch.

Nach aktueller Planung sollen die Arbeiten, bei denen die Stadt routinemäßig gleich marode Kanal-Hausanschlüsse ersetzen lässt, 800.000 Euro kosten. Das Land gibt einen Zuschuss von 70 Prozent.