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Untersuchung in fünf Herzschlägen

WERNE Patienten können schonender untersucht werden, Mediziner exaktere Diagnosen stellen: Diese Möglichkeiten bietet ein neuer Computer-Tomograph (CT) modernster Bauart in der Radiologischen Praxis am Krankenhaus St. Christophorus.

Untersuchung in fünf Herzschlägen

Dr. Ingo Lüth stellte gestern den neuen Computer-Tomographen vor. Mitarbeiterin Jutta Homann demonstrierte, wie sich ein Patient für die Untersuchung bereit legt.

Die Betreiber dieser überörtlichen Gemeinschaftspraxis haben 1,1 Mio. Euro in das Gerät investiert. Am Montag sollen die ersten Patienten in die gar nicht mehr so enge Röhre geschoben werden.

Vor allem herzkranke Menschen werden die Vorzüge des neuen CT schnell schätzen. "Durch die so genannte Mehrzeilen-CT-Technik ist es jetzt möglich, einen Blick in die Herzkranzgefäße zu werfen, ohne einen Katheter einführen zu müssen", sagte Dr. Ingo Lüth gestern gegenüber unserer Zeitung.

Enge Zusammenarbeit

Herz und die Herzkranzgefäße würden dabei während fünf Herzschlägen untersucht. Die Patienten profitierten hierbei besonders durch die enge Zusammenarbeit der Radiologen mit der kardiologischen Abteilung des Krankenhauses. Liege eine Engstelle der Herzkranzgefäße vor, so könne diese mit einem Ballon aufgedehnt werden.

Dreidimensionale Abbildungen

Laut Dr. Lüth ist es mit dem neuen Computer-Tomographen erstmals möglich, bewegliche Organe wie Herz, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Darm darzustellen. "Lebensbedrohliche Erkrankungen wie zum Beispiel die Lungenembolie werden selbst bei starker Luftnot zuverlässig und schnell diagnostiziert", betonte der Arzt. Auch der Nachweis von Lungenkrebs sei detailgetreu und - ganz neu - mit dreidimensionalen Abbildungen des Brustraum-Inneren möglich.

 

Bei der Computer-Tomographie wird mit Röntgenstrahlen gearbeitet. Die Technologie des neuen Gerätes bietet eine bis zu 70 Prozent reduzierte Strahlenbelastung, eine schnelle Untersuchung in meist weniger als einer Minute und eine verbesserte Bildqualität. Mit einer Tischlänge von zwei Metern und einer Traglast von 252 Kilogramm können auch große und schwere Patienten problemlos untersucht werden.

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