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Von kranken Bäumen geht Gefahr aus

WERNE Um die Kontrollen kranker Bäume schneller durchführen zu können, läßt der Kreis Unna ein Baumkataster erstellen. Michael Birke nimmt dazu die Straßenbäume genauer unter die Lupe und ist auch in Werne unterwegs.

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Jeden Baum an den Werner Kreisstraßen hält Baumsachverständiger Michael Birke in seinen Notebook ein.

Um Hohlräume ausfindig zu machen, klopft Michael Birke die Bäume mit einem Holzhammer ab.

Mit einer Kluppe misst Baumsachverständiger Michael Birke den Umfang und Durchmesser der Bäume an den Kreisstraßen.

Straßenbäume sind eigentlich zu bedauern, schon ein parkendes Auto in Nähe des Stammes spielt ihrem Leben übel mit. Die Bäume brauchen nicht nur Luft von oben, sondern auch von unten. „Die Bodenluft versorgt die Baumwurzel“, erläutert Baumsachverständiger Michael Birke, der vom Kreis Unna beauftragt wurde, in Werne und auf Kreisgebiet ein Baumkataster zu erstellen und dabei die Straßenbäume genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nichts desto trotz: Von kranken Bäumen geht eine hohe Gefahr für den Straßenverkehr aus. Daher entschied sich jetzt der Kreis Unna, um die Kontrollen hinsichtlich kranker Bäume schneller durchführen zu können, zu einem Baumkataster. „Grundlage bietet die neue Baumkronen-Richtlinie“, sagt Thomas Rühle, der Landschaftsplaner des Kreises (Natur und Umwelt). „Die bisherigen Streckenkontrollen, die wir regelmäßig durchführten, werden den hohen Anforderungen an die Verkehrssicherheit nicht mehr gerecht“, so Thomas Rühle.

Baumsachverständiger in Werne unterwegs

Jedes Detail hält der Baumsachverständige Michael Birke, der zurzeit auf der Kreisstraße K 8 (Goetheweg) unterwegs ist und die Anzahl der Bäume im Kreis auf 15 000 Stück schätzt, in seinem Notebook fest: Umfang, Höhe (im Schnitt 13 bis 17 Meter), Pflanzjahr, schadhafte Stellen, Standort und vieles mehr wird in das geografische Informationssystem seines Computers eingegeben und kann jederzeit abgerufen werden. Hat ein Baum in diesem Jahr die Note vier erhalten, sollte spätestens im nächsten Jahr ein Baumkontrolleur hier vorsichtshalber vorbeischauen.

Kein hohes Schadensaufkommen

Von hohem Schadensaufkommen kann bisher in Werne allerdings nicht die Rede sein. Nur einmal griff Birke zum Telefon, um seinen Auftraggeber zu alarmieren. „Ein toter Ast hängt in der Baumkrone und droht runterzufallen“, beobachtete Birke an der Südkirchener Straße. In solchen Fällen muss schnell reagiert werden, um Gefahr an Leib und Seele abzuwenden.

Im Durchschnitt liegt die Lebensdauer eines Straßenbaumes bei etwa 60 Jahren. Dabei bilden Verletzungen durch Unfälle oder ungünstige Standorte schlechte Voraussetzungen für ein langes Leben der Bäume. „Manchmal erinnert die Baumpflege an Topfblumenhaltung“, so Birke.

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Jeden Baum an den Werner Kreisstraßen hält Baumsachverständiger Michael Birke in seinen Notebook ein.

Um Hohlräume ausfindig zu machen, klopft Michael Birke die Bäume mit einem Holzhammer ab.

Mit einer Kluppe misst Baumsachverständiger Michael Birke den Umfang und Durchmesser der Bäume an den Kreisstraßen.

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