Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Gefahr durch giftige Raupen besteht weiterhin

Eichenprozessionsspinner in Werne

Der Eichenprozessionsspinner hält die Schädlingsbekämpfer weiter in Atem. Die Firmen werden kaum Herr über die Raupen mit den giftigen Haaren. Die Stadt Werne stellt in den kommenden Tagen Warnschilder auf.

Werne

von Wilco Ruhland

, 06.06.2018
Gefahr durch giftige Raupen besteht weiterhin

Die Raupen bilden Härchen aus, die zu allergischen Reaktionen führen können. © dpa

Die ersten vier Aufträge zur Entfernung des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet hat die Herberner Schädlingsbekämpfungsfirma Angelkort vergangene Woche erledigt. Es gebe viele Meldungen aus Werne, „aber wir können nicht alles schaffen“, so Monika Angelkort.

Der Befall war „noch nie so massiv“, meint auch Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch. Dabei dachte man bereits vor vier Jahren, nach einem Gespräch mit einem Förster, dass die Raupe ausgestorben wäre.

Haare können allergische Reaktionen auslösen

Zunächst seien Bereiche gereinigt worden, an denen sich Kinder oder ältere Menschen aufhalten, um gesundheitlich eher angreifbare Menschen zu schützen. So ging die Firma unter anderem an der Wiehagenschule und dem Dahlweg gegen den Eichenprozessionsspinner vor.

Die Haare der Raupen sind das potenziell gefährliche. An einem einzigen Haar hängen 400.000 Proteine. Wer das Eiweißgift einatmet oder damit in Berührung kommt, kann Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Schwindel, allergische Reaktionen oder Entzündungen aufweisen.

Jetzt lesen

In anderen stark befallenen Gebieten, stellt die Stadt zunächst nur Warnschilder auf. „Die Schädlingsbekämpfungsfirmen sind ausgelastet“, so Bensch. Rund zehn Schilder will man aufstellen, doch dazu sei das Tiefbauamt noch nicht gekommen.

Drei bis vier Wochen Wartezeit

Bensch stellt außerdem klar: die Reinigung könne man ohnehin nur bei städtischen Bäumen veranlassen. Privatpersonen, deren potenziell befallenen Bäume auf öffentlichen Grund ragen, sind angehalten sich darum zu kümmern.

Das Problem: Für Privatpersonen hat die Firma Angelkort bereits eine drei- bis vierwöchige Warteliste. „Wir können gar nicht alle abfahren“, so Monika Angelkort.