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Stadt und Kreis warnen vor der Gefahr durch giftige Raupen

Eichenprozessionsspinner in Werne

Der Eichenprozessionsspinner befällt Bäume im gesamten Kreisgebiet. Auch Werne bleib nicht verschont. Die Stadt hat nun an besonders stark betroffenen Stellen Warnschilder aufgestellt – der Kreis Unna gibt Tipps zur ersten Hilfe.

Werne

von Wilco Ruhland

, 07.06.2018
Stadt und Kreis warnen vor der Gefahr durch giftige Raupen

An verschiedenen Stellen warnen Schilder in Werne vor dem Eichenprozessionsspinner. Unter anderem am Radweg der B54 in Höhe Lohstraße. © Jörg Heckenkamp

Nachdem die Herberner Schädlingsbekämpfungsfirma Angelkort in der vergangenen Woche einige Bereiche von den giftigen Raupen befreit hat, stellte die Stadt Werne nun an weiteren betroffenen Gebieten Warnschilder auf.

„Dort sollte man mit seinem Hund vielleicht nicht lang gehen“, meint Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch. Solche Schilder stehen unter anderem am Radweg an der Münsterstraße in Höhe Lohstraße, am Butenlandwehr oder auch der B233. Weitere befallene Stellen sind nicht ausgeschlossen. „Wir bekommen pro Tag etwa sieben oder acht Meldungen“, sagt Gisbert Bensch. Der Befall sei „noch nie so massiv“ gewesen.

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Die Schädlingsbekämpfer sind überlastet und kommen kaum hinterher. Deshalb reinigten sie zunächst nur die Stellen, an denen sich gesundheitlich angreifbarere Menschen aufhalten, wie an Schulen, Kindergärten oder Altenheimen.

Kreis gibt Tipps zur Ersten Hilfe

In einer Pressemitteilung warnt auch der Kreis Unna vor dem Eichenprozessionsspinner und gibt Tipps zum Schutz. Da die giftigen Brennhaare der Raupen Entzündungen oder allergische Reaktionen bei Mensch und Tier auslösen können, rät der Kreis: „Abstand halten zu Eichen, in denen die Tiere ihre Nester gebaut haben. Besonders beliebt sind bei den haarigen Insekten freistehende Eichen sowie Eichen, die in der Sonne stehen.“

Außerdem rät Amtsarzt Dr. Roland Staudt bei Kontakt mit den Brennhaaren möglichst bald duschen zu gehen und die Kleidung bei 60 Grad zu waschen. Geht das nicht, sollte man betroffene Hautstellen zumindest mit kühlem Wasser waschen und trocken tupfen. Durch rubbeln können die giftigen Härchen noch tiefer in die Haut eindringen, so der Arzt.