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Wernes Buckelpisten

WERNE Im Schleichtempo rollt das Auto auf die Kreuzung zu: Klack! 30 Meter weiter: Klack! Und dann noch ein paar Mal: Klack! In Tempo-30-Zonen sorgen Fahrbahnschwellen für Verkehrsberuhigung. Das ist gut so und bringt mehr Sicherheit. Aber sie haben bald ausgedient.

Wernes Buckelpisten

Nur langsam geht es über die Straßen-Schwelle

Vor allem die in den 80-er Jahren gebauten Buckel wird es als Spoiler-Schreck zukünftig nicht mehr geben. „Wir bauen seit über zehn Jahren in neue Straßen keine mehr ein“, sagte Gisbert Bensch gestern gegenüber unserer Zeitung, „und die vorhandenen Schwellen modellieren wir nach und nach etwas flacher.“ Und wenn – so der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung – die Tempo-Bremsen in einem ganz schlechten Zustand sind, werden sie komplett beseitigt.

Stadt hat Prozesse verloren

 Die Stadt hat unterm Strich zu viele schlechte Erfahrungen mit den Schwellen, im Amts-Jargon „Teil-Aufpflasterungen“, gemacht. „Anfangs, als die Buckel noch höher als heute waren, hat die Stadt jeden Prozess gegen Autofahrer verloren“, erinnert sich Bensch mit Schrecken. Selbst der Besitzer eines tiefergelegten Ami-Schlittens bekam vor Gericht mit der Klage Recht, dass sein Wagen die Hindernisse ohne Schäden kaum passieren könne.

Schwellen mittlerweile entschärft

Inzwischen sind die damals mehr als Bordstein hohen Schwellen größtenteils entschärft. Doch eine Tortur ist das Fahren zum Beispiel auf der Berliner Straße immer noch. Die neueren Buckel sind zwar in eine Gummi-Ummantelung eingefasst und deutlich flacher, doch fallen die Stöße, die Menschen gegebenenfalls bei einem Krankentransport erleiden müssen, immer noch heftig aus. Und wer beispielsweise auf der Goerdelerstraße erlaubte 30 km/h fährt, zerlegt sein Auto beinahe. „Wir haben einfach kein Geld, um überall zurückzubauen“, so Bensch.

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