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Windenergie geht die Luft aus

WERNE Seit dreieinhalb Jahren hält die Stadt Werne in Ehringhausen und Wessel Windenergie-Zonen bereit, doch bislang sind die Flächen verwaist - kein Windrad weit und breit.

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„Es klopften zwar immer wieder Investoren an, doch letztendlich blieb es nur bei Anfragen“, erinnert sich Reimund Fischer vom Bauordnungsamt der Stadt Werne; so liege die jüngste Anfrage inzwischen ein Jahr zurück. Mehrere Windpark-Betreiber aus Berlin, Dortmund und Münster hätten Interesse bekundet, seien aber wieder abgesprungen, so Fischer.

Bürgerinitiative gegen Windpark-Anlage

Im Juli 2004 wurden die Flächen aufgrund der gesetzlichen Vorgabe im Flächennutzungsplan ausgewiesen: 8,3 Hektar in Ehringhausen auf dem Hof Schulze-Gahmen (Platz für zwei Windräder) und 13 Hektar in Wessel am Frienweg (drei Windräder).

Schon im Vorfeld hatte die Bürgerinitiative in Wessel gegen eine Windpark-Anlage an der Stadtgrenze zu Hamm protestiert. Möglicherweise unbegründet: Denn wie sich inzwischen herausgestellt hat, scheint vor allem dieser Platz für die Betreiber unwirtschaftlich zu sein. „Die Kosten für die Zuleitung ins öffentliche Stromnetz sei zu hoch“, meint Fischer.

Höhe ist ein Nachteil

Der Nachteil auf dem Hof Schulze-Gahmen sei möglicherweise die vorgeschriebene Höhe der Windräder. „Um das Landschaftsbild nicht zu verschandeln, darf eine Gesamthöhe von 100 Metern nicht überschritten werden“, so Fischer. Dieser Aspekt hat offensichtlich auch bei der Planung der Firma „WWU- Windenergie und Biogas“ aus Münster, die eine Windpark-Anlage mit vier Windrädern auf dem Gelände des Landwirts plante, eine Rolle gespielt.

„Das Problem in Werne ist die zulässige Höhe von 100 Metern“, äußert sich Dipl.-Ing. Wolfgang Frin von der WWU. Erst bei einer Höhe von 140 Metern könne eine Anlage im Münsterland wirtschaftlich arbeiten; der Grund ist laut Frin Verwirbelungen in Bodennähe. „Es hat sich für uns nicht gerechnet“, zog das Unternehmen nach vier Jahren Planungsarbeit den Antrag zurück.

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