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Zukunft der Schulen vertagt

WERNE Nimmt man den Tagesordnungspunkt "Zukunft der Werner Grundschulen" wörtlich, so bleibt als Quintessenz: Ihre Zukunft wurde vertagt. Beigeordneter Lothar Christ hatte zuvor auf die Tragweite einer Zusammenlegung hingewiesen.

Zukunft der Schulen vertagt

Beigeordneter Lothar Christ.

Es ging um mögliche Zusammenlegungen von Grundschulen zu einem Schulverbund, d.h. eine Grundschule hat einen Haupt- und mehrere Teilstandorte, ein Kollegium, eine Schulleitung sowie eine Schulkonferenz.

In der Vorlage spielte die Verwaltung mehrere Möglichkeiten durch, kam aber zur Überzeugung, dass mit dem Zusammenlegen der beiden kleinsten Grundschulen - Weihbachschule und Kardinal-von-Galen-Schule - "die Grundschullandschaft auf absehbare Zeit konsolidiert" würde.

Spuren hinterlassen

Beigeordneter Lothar Christ  wies zu Beginn der Sitzung auf die Tragweite hin: Die Politik habe eine Entscheidung zu fällen, die Spuren in der Grundschullandschaft hinterlassen werde. Er legte Zahlen vor, nach der die einzuschulenden Kinder von 329 im Schuljahr 2007/2008 auf 147 in sechs Jahren zurückgehen werde. Erfasst wurden hier die Kinder in den Grenzen der vier katholischen Grundschulbezirke, die Wienbredeschule fehlt, ihr Einzug umfasst das gesamte Stadtgebiet.

Da ab dem kommenden Jahr die Schulbezirksgrenzen wegfallen, befürchtet Christ, dass eine Schule im Wettbewerb untereinander "nach hinten weg kippen" würde und drängte zur Eile.

Für Selbständigkeit

Der stellvertretende Schulleiter Jörg Wilbuer plädierte für die Selbständigkeit der Weihbachschule und bat darum, die Entscheidung über einen Zusammenschluss um fünf Jahre zu verschieben. Wegen seiner engagiert vorgetragenen Rede wurde er vom anwesenden Schulamtsdirektor Reinhard Forthaus getadelt, was zum Unmut in den Fraktionen führte.

Da die Stellungnahme zu einem Verbund mit der Weihbachschule von der Kardinal-von-Galen-Schule noch fehlte, ein Beschluss der Wiehagenschule für einen Verbund mit der Weihbachschule vorlag, einigten sich die Politiker darauf, die fehlende Stellungnahme abzuwarten und erst in der Ratssitzung am 12. September zu entscheiden.

Pfarrer Hartmut Marks als beratendes Pflichtmitglied wies darauf hin, dass es in Werne vier katholische aber keine einzige evangelische Grundschule gäbe: "Das ist in ganz NRW einmalig".

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