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Grüne Ampeln sollen Stroke Unit im Borkener Krankenhaus retten

mlzStroke Unit Borken

Für die weitere Finanzierung der Schlaganfallstation (Stroke Unit) am St.-Marien-Hospital gibt es offenbar eine Lösung. Grüne Ampeln sollen die geforderten schnelleren Wege möglich machen.

von Sven Kauffelt

Südlohn

, 06.02.2019 / Lesedauer: 2 min

Hoffnung für den Erhalt der Stroke Unit im Borkener Krankenhaus. Wie Landrat Dr. Kai Zwicker mitteilt, sollen vorrangige Ampelschaltungen dafür sorgen, dass Notfall-Verlegungen in die Neurochirurgie in Recklinghausen innerhalb der vorgeschriebenen 30 Minuten möglich sein sollen. Das ist laut Zwicker das Ergebnis von Gesprächen zwischen NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und den Landesverbänden der Krankenkassen. Das Gesundheitsministerium hat das auf BZ-Anfrage bestätigt.

Auch rückwirkende Forderungen wohl vom Tisch

Wie berichtet, fordern die Kassen vom Klinikum Westmünsterland erhöhte Zuschläge für die Behandlung von Schlaganfallpatienten zurück, weil das Krankenhaus die vorgeschriebenen Fristen für Verlegungen von Patienten nicht erfüllt. Durch den Kompromiss seien laut Zwicker wohl auch die rückwirkenden Forderungen vom Tisch.

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„Wenn das so ist, freuen wir uns natürlich“, sagt Klinik-Geschäftsführer Christoph Bröcker. „Mit der Lösung könnten wir gut leben. Wichtig aus unserer Sicht wäre, dass tatsächlich auch die rückwirkenden Forderungen damit erledigt wären.“ Bisher haben die Kassen ihre Forderungen an das Klinikum bis zu einer endgültigen Klärung nur zurückgestellt.

Zwicker: Erfolg für alle Beteiligten

Zwicker hatte die Möglichkeit von vorrangigen Ampelschaltungen auf der Strecke bereits mit seinem Recklinghäuser Amtskollegen Kay Süberkrüb besprochen. Die Borkener Kreisverwaltung werde nun einen Gutachter einschalten, der sich detailliert mit dem Vorhaben auseinandersetzen werde. In dieser Übergangszeit würden die Kassen die bisherige Finanzierungspraxis der Stroke Unit akzeptieren, teilt Dr. Zwicker weiter mit. Der Landrat wertet die Lösung als Erfolg für alle Beteiligten: „Ohne den Druck und Einsatz vieler Beteiligter hätte es vielleicht keine Rechtsänderung auf der Bundesebene gegeben und wäre vielleicht keine Einigung auf der Landesebene erzielt worden“, so Zwicker.

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